Blasenkarzinom

Zusammenfassung

  • Definition:Das Blasenkarzinom geht in mehr als 90 % der Fälle vom Urothel aus. Risikofaktoren sind Rauchen und andere spezifische karzinogene Einflüsse; auch genetische Umstände können eine Bedeutung haben.
  • Häufigkeit:Das Blasenkarzinom ist die zweithäufigste urologische Krebsart nach dem Prostatakarzinom. Die Inzidenz liegt bei ca. 20/100.000.
  • Symptome:Im Frühstadium treten nur wenige oder keine Symptome auf. Die Erkrankung wird meist beim Nachweis einer mikro- oder makroskopischen Hämaturie entdeckt. Einzelne Patienten zeigen erst Symptome, wenn sich bereits Metastasen gebildet haben.
  • Befunde:In der Regel gibt es keinen frühen Befund bei der klinischen Untersuchung, evtl. makroskopische Hämaturie.
  • Diagnostik:Urinuntersuchung mit nachgewiesener Hämaturie. Blutproben können auf Metastasen oder beeinflusste Nierenfunktion hinweisen. Die CT-Urografie hat die konventionelle Urografie ersetzt und ist zur grundsätzlichen Untersuchung bei Hämaturie indiziert.
  • Therapie:Die Behandlung umfasst die transurethrale Resektion (TUR), intravesikale Installationsbehandlung von lokalen Chemotherapeutika, Zystektomie, Strahlenbehandlung und Chemotherapie oder Kombinationen davon je nach Tumorstadium. Die Prognose ist relativ gut; über 50 % Überlebenszeit nach 5 Jahren.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Das Blasenkarzinom ist nach dem Prostatakarzinom die häufigste urologische Krebsart.
  • Das Karzinom geht in der Regel (> 90 %) vom Urothel aus.1-5
  • Malignome in Ureter und Nierenbecken sind selten, haben aber im Prinzip die gleiche Genese wie das Blasenkarzinom.
  • Blasenkrebs kann von einer leichten Erkrankung mit niedriger Sterberate bis zur extrem aggressiven Krankheit mit hoher Sterblichkeit variieren.
    • Die Mehrheit der Patienten hat einen Tumortyp mit sehr guten Heilungschancen.
    • Die genaue Stadieneinteilung und Abstufung ist entscheidend, um die optimale Behandlung zu wählen.
  • Blasentumoren werden nach dem TNM-System klassifiziert.
    • Die T-Kategorie bestimmt die wesentliche Behandlung.

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