Dranginkontinenz bei Frauen

Zusammenfassung

  • Definition:Bei der Dranginkontinenz handelt es sich um eine Form der Harninkontinenz mit unwillkürlichem Harnverlust und plötzlichem, imperativem Harndrang. Die Dranginkontinenz kann Ausdruck einer Grunderkrankung oder im Rahmen des Syndroms der überaktiven Blase (ÜAB) auftreten. Auch eine Mischform mit der Stressinkontinenz, die sog. Mischinkontinenz, ist häufig.
  • Häufigkeit:Die Prävalenz der Harninkontinenz wird auf etwa 3−55 % geschätzt. Die Dranginkontinenz macht den größten Anteil aus und tritt insbesondere im fortgeschrittenen Alter auf.
  • Symptome:Unwillkürlicher Harnverlust und imperativer Harndrang.
  • Befunde:Die klinische Untersuchung ist häufig unauffällig. Es können sich jedoch Hinweise auf eine ursächliche Grunderkrankung ergeben.
  • Diagnostik:Zusatzuntersuchungen sind in den meisten Fällen nicht erforderlich.
  • Therapie:Stufentherapie bei idiopathischer Dranginkontinenz: Verhaltenstherapie, Physiotherapie, Pharmakotherapie, elektrische Neuromodulation und in therapierefraktären Fällen operative Maßnahmen.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Dranginkontinenz (auch Urgeinkontinenz) bezeichnet den unfreiwilligen Harnverlust (Harninkontinenz) in Zusammenhang mit plötzlichem und starkem Harndranggefühl.1-4
  • Die Dranginkontinenz kann Teil des Syndroms der überaktiven Blase sein, dieses kann jedoch auch ohne Inkontinenz auftreten.3
  • Als „überaktive Blase" (ÜAB, gleichbedeutend: Overactive Bladder, OAB) wird ein Syndrom bezeichnet mit:2,4-6
    • Pollakisurie (häufige Miktion)
    • imperativem Harndrang
    • Nykturie mit oder ohne Inkontinenz
    • keiner anderen zugrunde liegenden Pathologie.
    • Siehe auch Artikel Überaktive Blase (ÜAB).
    • Der amerikanischen Leitlinie zufolge handelt es sich um einen Symptomkomplex, nicht um eine Erkrankung.4
    • Die Leitlinien zum Syndrom enthalten keine Empfehlungen für Patienten mit neurologischen Grunderkrankungen.2,4,6
  • Meist Verlust kleiner Mengen an Urin
  • Harninkontinenz sollte nicht als normaler Prozess des Alterns betrachtet werden.7
    • Beeinflusst die Lebensqualität und kann zu Depressionen und Pflegeabhängigkeit führen.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen