Glomerulonephritis

Zusammenfassung

  • Definition:Immunologisch verursachte Entzündung, die zu strukturellen und funktionellen Veränderungen der Nierenglomeruli führt.
  • Häufigkeit:Jährliche Inzidenz 12/100.000 in Industrieländern. Häufigste Glomerulonephritis ist die IgA-Nephritis.
  • Symptome: Makrohämaturie und Ödeme sind mögliche Symptome. Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Kopfschmerz, Inappetenz, Übelkeit. 
  • Befunde: Variable Befundkonstellationen. Beim nephritischen Syndrom vor allem Hämaturie/dysmorphe Erythrozyten/Erythrozytenzylinder, Niereninsuffizienz, Überwässerung, Hypertonie. Beim nephrotischen Syndrom vor allem Proteinurie, Hypalbuminämie, periphere Ödeme und Hyperlipidämie. Bei sekundären Glomerulonephritiden Anzeichen für eine zugrunde liegende Erkrankung.
  • Diagnostik:Labordiagnostik von Blut (Blutbild, Nierenretentionswerte, Elektrolyte, Entzündungsparameter, Albumin, Cholesterin) und Urin (Teststreifen, Urinsediment, Quantifizierung Proteinurie). Sonografie der Nieren. Sicherung der Diagnose und pathologische Klassifizierung durch Nierenbiopsie.
  • Therapie:Behandlung von Proteinurie und Hypertonie mit ACE-Hemmern und AT-2-Antagonisten. Bei Flüssigkeitsretention Salzrestriktion und Diuretika. Bei nephrotischem Syndrom balancierte Eiweißzufuhr, Behandlung der Hyperlipidämie mit Statinen, evtl. Antikoagulation. Spezifische immunsuppressive Therapie in Abhängkeit vom Typ der Glomerulonephritis und klinischem Schweregrad. Dialyse bei terminaler Niereninsuffizienz.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Immunologisch vermittelte entzündliche Nierenerkrankungen, die strukturelle und funktionelle Veränderungen der Glomeruli verursachen.1
    • bei der primären Glomerulonephritis (GN) Entzündung nahezu ausschließlich auf Niere begrenzt2
    • bei der sekundären GN Assoziation mit systemischer Entzündung (z. B. bei SLE, systemischen Vaskulitiden)2
    • Pathogenese der Glomerulonephritis ist komplex und noch unvollständig verstanden.1
      • glomeruläre Entzündung durch komplexe Interaktionen zwischen löslichen Faktoren (Antikörper, Komplementfaktoren, Chemokine, Zytokine) und Zellen (Leukozyten und Nierenzellen)1

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen