Schmerzen und Schmerztherapie

Schmerz ist eine unangenehme körperliche und emotionale Erfahrung, die warnt und informiert, dass Ihr Körper von einer Verletzung bedroht ist oder verletzt wurde. Schmerzen können in verschiedene Kategorien eingeteilt werden.

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"Deximed ist für mich eine große Hilfe, um im Praxisalltag schnell aktuelles Wissen zur Therapie oder Diagnostik nachschlagen zu können. Die übersichtliche Struktur ermöglicht es, sogar im Patientenkontakt rasch etwas nachzulesen." - PD Dr. med. Guido Schmiemann, Facharzt für Allgemeinmedizin, Bremen

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Was sind Schmerzen?

Schmerz ist eine unangenehme körperliche und emotionale Erfahrung, die eigentlich dazu da ist, Sie zu warnen und darüber zu informieren, dass Ihr Körper von einer Verletzung bedroht ist oder verletzt wurde. Wichtig zu wissen ist, dass die Schmerzerfahrung aus zwei Aspekten besteht:

  • Der Körperempfindungsaspekt (sensorischer Aspekt) ist unter anderem dafür zuständig zu registrieren, wo im Körper der Schmerz entsteht, wie stark er ist und um welchen Schmerztyp es sich handelt. Die Schmerzskala, die die Grenze für die schwächste Einwirkung angibt, die als Schmerz registriert werden kann, ist eng mit dem physischen Aspekt verknüpft und im Großen und Ganzen bei allen Menschen gleich.
  • Der emotionale Aspekt registriert das Unbehagen und erzeugt das Bedürfnis, vor dem zu fliehen, was den Schmerz verursacht. Dieser Aspekt ist für die sogenannte Schmerztoleranz zuständig, also dafür, wie stark der stärkste Schmerz ist, den ein einzelner Mensch ertragen kann. Die Schmerztoleranz unterscheidet sich stark von Person zu Person und wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Die Dauer der Schmerzen (akut oder chronisch), die Erfahrungen der betroffenen Person mit Maßnahmen zur Linderung, die Situation, in der die Schmerzen erlebt werden, sowie ihre Bedeutung (z. B. Geburtswehen im Gegensatz zu Krebsschmerzen), soziale Aspekte und das Ausmaß der Gewebeschädigung können als solche Faktoren eine wichtige Rolle für das individuelle Schmerzempfinden und den Grad an Schmerzen spielen, den ein einzelner Mensch ertragen kann.
  • Neben körperlichen und seelischen (psychischen) Faktoren wird die individuelle Schmerzwahrnehmung auch von zwischenmenschlichen (sozialen), kulturellen und existenziellen Faktoren beeinflusst.

Die Schmerzreaktion auf eine bestimmte schmerzhafte Einwirkung ist daher nur schwer vorherzusagen. Bei manchen Menschen verursacht eine scheinbar triviale Einwirkung unerträgliche Schmerzen, während andere selbst bei schweren Verletzungen sagen, sie würden keinen Schmerz empfinden. Auch die körpereigenen und psychischen Mechanismen zur Schmerzlinderung und -verarbeitung spielt eine wichtige Rolle bei der individuellen Schmerzerfahrung.

Was ist das Besondere an Krebsschmerzen?

Schmerzen im Zusammenhang mit Krebserkrankungen sind eine besonders komplexe Erfahrung. Sie haben mindestens fünf verschiedene Dimensionen. Der körperliche Teil der Schmerzerfahrung lässt sich am einfachsten als Folge der Gewebeschädigung durch die Krankheit verstehen. Da die Patienten aber verstehen, dass die Gewebeschädigung durch eine schwere, möglicherweise tödliche Erkrankung verursacht wird, kommt es auch in der emotionalen Dimension zu „schmerzhaften“ Folgen, und nicht nur dort, sondern auch in der sozialen, existenziellen und spirituellen Dimension dieser Erkrankung. Alle diese fünf Dimensionen haben Bedeutung für die Gesamtschmerzen von Krebspatienten.

Den körperlichen Schmerz, der unbehandelt oft alle anderen Dimensionen übersteigt, möchten die Patienten um fast jeden Preis loswerden. Dann ist kaum etwas anderes von Interesse. Sobald der körperliche Schmerz gelindert ist und nicht mehr die gesamte Aufmerksamkeit beansprucht, treten die anderen Dimensionen stärker in den Vordergrund.

Der psychische Schmerz beginnt oft mit einer Trauerreaktion auf die Nachricht einer unheilbaren, schweren Erkrankung. Die folgenden Schmerzen sind häufig von Depression und Angst geprägt, was aber ein notwendiger Bestandteil der Trauerarbeit ist, bei der die Erkrankten durch verschiedene Phasen von Verneinung und Wut über Verhandlung bis letztendlich zu einer Art Akzeptanz gehen. Auch starke Schuldgefühle und Empörung darüber, auf die Hilfe von anderen angewiesen zu sein, sind nicht ungewöhnlich.

Der psychische Schmerz ist bei Menschen mit einer Krebserkrankung oft eine Reaktion auf die Lebenskrise, in der sie und ihre Angehörigen geraten sind. Schmerzpsychotherapeuten und Psychoonkologen – speziell für die Begleitung von Menschen mit Schmerzen und Krebserkrankungen ausgebildete Psychotherapeuten – können wichtige Impulse zur psychischen Krankheits- und Schmerzbewältigung geben und die betroffene Person dazu ermutigen und darin unterstützen, all ihre persönlichen Ressourcen dafür zu aktivieren. Für manche Patienten ist es hilfreich, zusätzlich zu einer solchen persönlichen Begleitung Medikamente gegen Angstzustände oder Depressionen einzunehmen.

Auch der soziale Schmerz ist von großer Bedeutung. Im Leiden fühlen sich die Betroffenen oft einsam und allein. Es fehlt dann eine Sprache, in der sie und ihre Angehörigen sich ihren Schmerz gegenseitig mitteilen können. Häufig distanzieren sich auch Freunde und Bekannte. Es kann nach und nach schwierig werden, zu arbeiten, und auch die finanzielle Situation kann schwierig werden. Das bestimmende Thema des Lebens ist die Krankheit. All dies schmerzt.

Der existenzielle Schmerz spiegelt die schmerzliche Realität von Kranken, die sich gezwungen sehen, ihr ganzes Lebensmodell, das sie als gesunde Menschen geprägt hat, aufzugeben. Daraus kann zunächst ein Gefühl der Hilflosigkeit entstehen und schließlich die Suche nach einer neuen Haltung in Beziehung zu sich selbst und zur Umwelt. Durch die Erfahrung von Chaos erfolgt nach und nach eine existenzielle Neuorientierung. Die existenziellen Fragen, die sich Menschen in einer solchen Situation stellen, entstehen aus ungewohnten, schmerzhaften Gedanken, die sich aufdrängen:

  • „Hat das Leben jetzt noch einen Sinn?"
  • „Wäre es nicht genauso gut, es hinter sich zu bringen?"
  • „Hat es überhaupt einen Sinn, zu kämpfen?"
  • „Gibt es Hoffnung?"
  • „Was ist Liebe?"
  • „Habe ich vergebens gelebt, geliebt und gelitten?"

Während der existenziellen Neuorientierung kann auch ein spiritueller Schmerz auftreten. Die Fragen können eine religiöse Ausrichtung annehmen:

  • „Was ist das Leben?"
  • „Gibt es ein Leben nach dem Tod?"
  • „Gibt es Gott?"

Eine englische Studie zeigt, dass drei von vier Befragten – unabhängig von ihrer Lebenseinstellung – zum Ende ihres Lebens von solchen grundlegenden Überlegungen bewegt werden.

Wird den Kranken mit Aufmerksamkeit, Zuwendung, Ehrlichkeit und Verständnis begegnet, können sie ein neues Verhältnis zum Leben entwickeln und ihren Lebenswillen wiederentdecken. Dies ist eine wichtige Voraussetzung dafür, auch in der letzten Phase des Lebens ein gutes Leben zu führen.

Gibt es verschiedene Arten körperlicher Schmerzen?

Man unterscheidet normalerweise zwischen drei Arten von Schmerzen:

Nozizeptive bzw. „normale" körperliche Schmerzen sind die unmittelbare und natürliche Reaktion des Körpers auf Gewebeschädigungen. Nozizeptive Schmerzen können weiter in Schmerzen aus inneren Organen (viszeral) und Schmerzen von Muskeln, Haut und Bindegewebe (somatisch) unterteilt werden. Diese Schmerzen können unterschiedliche – medikamentöse wie nichtmedikamentöse – Maßnahmen zur Behandlung erfordern, ihnen gemeinsam ist aber, dass es normalerweise möglich ist, mit normalen Schmerzmitteln Linderung zu erreichen. Nozizeptive Schmerzen sind z. B. Schmerzen bei Knochenbrüchen, Wundschmerzen nach Operationen und die meisten Krebsschmerzen.

Neuropathische Schmerzen, Neuralgien oder Nervenschmerzen treten aufgrund von Schädigungen oder Erkrankungen im Nerv selbst auf. Sie sind häufig eine langanhaltende Folgeerscheinung einer früheren Gewebeschädigung. Beispiele dafür sind Nervenschäden nach einer Operation, Nervenschmerzen nach einer Gürtelrose, Tumoren, die größere oder kleinere Nerven zerstören, Phantomschmerzen nach Amputationen usw. Nervenschmerzen lassen sich einerseits nur schwer mit herkömmlichen Schmerzmitteln lindern. Andererseits treten sie auch deutlich seltener auf als nozizeptive Schmerzen.

Bei sogenannten somatoformen oder funktionellen Schmerzen lässt sich keine organische Ursache für die Beschwerden finden. Psychosoziale Faktoren haben bei der Schmerzentstehung einen hohen Anteil. Auch wenn nozizeptive oder neuropathische Schmerzen eindeutig die Ursache sind, wird die Schmerzwahrnehmung und -filterung im Gehirn immer auch durch Prozesse im Bereich der Emotionen (seelische Gefühlsregungen) und des Denkens (Kognition) beeinflusst.

Welche Rolle spielen Morphine und andere morphinähnliche Medikamente bei der Behandlung dieser Schmerzen?

Morphin und morphinähnliche Medikamente (Opioide) zählen zu den stärksten Schmerzmitteln überhaupt. Sie kommen zur Linderung der körperlichen Schmerzen in Betracht. Sobald die körperlichen Schmerzen gedämpft sind, treten die anderen Schmerzdimensionen stärker in den Vordergrund. Dann ist Unterstützung durch Fachleute aus anderen Berufsgruppen hilfreich (interdisziplinäre Betreuung), eine Voraussetzung für die Linderung der Schmerzen in ihrer vielschichtigen Gesamtheit. Eine wirksame Schmerzbehandlung zieht häufig auch eine Linderung anderer Symptome nach sich – wie Angst, Unruhe, Verwirrtheit, Depression – und kann erheblich zur Besserung der Lebensqualität beitragen.

Es ist nicht immer leicht, die unterschiedlichen Dimensionen der Schmerzen voneinander zu unterscheiden. Es wird immer wieder von Betroffenen berichtet, die große Morphindosen erhielten, ohne Linderung zu erreichen, denen es aber sehr viel besser ging, als ihnen klar wurde, dass sie nicht nur Hilfe bei der Linderung körperlicher Schmerzen, sondern auch bei der Lösung psychosozialer und existenzieller Probleme benötigten.

Welche Rolle spielen die Ärzte in der interdisziplinären Arbeit?

In den frühen Phasen der Erkrankung konzentriert sich der größte Teil der medizinischen Diagnostik und Therapie auf die Tumorerkrankung. Sogar der betroffenen Person kann es dabei passieren, dass sie sich vorübergehend in ihrer Selbstwahrnehmung auf die Krankheit reduziert wahrnimmt. In späteren Phasen, wenn sich die Erkrankung möglicherweise als unheilbar erwiesen hat, ist es wichtig, dass die Ärztinnen und Ärzte ihr volles Interesse weiterhin dem Leben und der Gesundheit der Patienten widmen. Nun gilt es, dem Menschen in seiner Gesamtheit Unterstützung und Linderung zu bieten. Die Ärzte und Ärztinnen sind in ihrer beruflichen Eigenschaft und als Mensch gefragt. Sie sind dazu aufgefordert, auch als Mensch für den Mitmenschen da zu sein und ihm genügend Zeit zu widmen. Auf diesem Gebiet sind die Ärztinnen und Ärzte nicht ersetzbar.

Bei besonders fortgeschrittenen Fällen konzentriert man sich darauf, die Beschwerden zu lindern und die weitere Entwicklung des Tumors mit Chemotherapie oder Bestrahlung zu bremsen. Dies wird palliative Behandlung genannt. In allen Phasen der Behandlung sind zudem auch begleitende Beschwerden wie Schmerzen, Angst, Verdauungsstörungen, Übelkeit und Gewichtsverlust zu lindern. Man spricht dabei von supportiver (unterstützender) Therapie. Eine wirksame Schmerztherapie hat dabei einen zentralen Stellenwert für die Lebensqualität der Betroffenen und sollte alle Möglichkeiten der nichtmedikamentösen und medikamentösen Schmerzbehandlung nutzen.

Wie stehen die Chancen auf Schmerzlinderung?

Bei der richtigen Behandlung besteht eine sehr hohe Chance auf Linderung. Das Ergebnis hängt von der Art der Behandlung und dem Typ der Schmerzen ab, außerdem davon, wie stark und wie umfangreich die Schmerzen sind und wie gut die Schmerzmittel vertragen werden. Eine gute Voraussetzung für eine wirksame Schmerztherapie sind eine frühzeitige Diagnose und frühzeitiger Beginn der Behandlung.

Kann ich damit rechnen, schmerzfrei zu werden?

In der Regel ist es möglich, die Lebensqualität schwerkranker Menschen deutlich zu verbessern und zu erreichen, dass diese zumindest in einem begrenzten Rahmen wieder selbstständig ihren Alltag bewältigen und ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen können. Es ist wichtig, die Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben. Oft ist es nicht möglich, vollständige Schmerzfreiheit zu erzielen. Wenn aber die stärkeren Schmerzereignisse so weit reduziert werden, dass wieder ein gutes Leben möglich wird, ist schon viel erreicht.

Wie schnell kann die Schmerzlinderung erzielt werden?

Die Wirkung starker Schmerzmittel setzt unterschiedlich schnell ein. Es gibt spezielle Präparate, deren Wirkung bereits nach wenigen Minuten einsetzt. Auch manche nichtmedikamentöse Maßnahmen, etwa Kühlung, können sehr schnell Schmerzen lindern. Schnell wirksame Präparate können mit anderen Präparaten kombiniert werden, deren Wirkung langsamer anflutet, aber dafür über viele Stunden anhält. In den ersten Tagen der medikamentösen Schmerzbehandlung ist herauszufinden, mit welchen Präparaten in welcher Dosierung eine ausreichende und anhaltende Schmerzlinderung erreicht werden kann. Als Ergebnis einer guten Schmerzlinderung erleben viele Betroffene zum ersten Mal seit langer Zeit eine gute Nachtruhe. Vor allem in einem frühen Stadium der Erkrankung ermöglicht es eine wirksame Schmerztherapie, wieder aktiver zu sein, leichter Entspannung zu finden und Mahlzeiten mit besserem Appetit zu genießen. Dazu kommt das positive Gefühl, mit einem Problem ernst genommen zu werden, das so stark einschränkend war, dass kein gutes Leben mehr möglich war.

Um eingeschränkte Körperfunktionen, etwa die Beweglichkeit, wieder zu verbessern, sind Bemühungen von mehr Instanzen als nur den Ärzten nötig. Ärzte sind für den medizinischen Teil der Schmerztherapie verantwortlich. Wie schon erwähnt, ist aufgrund der sehr komplexen Natur des Krebsschmerzes Unterstützung durch ein interdisziplinäres Team erforderlich, um eine optimale Linderung zu gewährleisten und gleichzeitig mögliche Risiken und Nebenwirkungen der Behandlung möglichst gering zu halten.

Kann man mehr als einen Schmerz gleichzeitig haben?

Bei Krebspatienten können unterschiedliche körperliche Schmerzarten auftreten, und diese können zwei, drei, vier und mehr Körperregionen betreffen. Nicht selten sind für diese verschiedenen Schmerzen unterschiedliche therapeutische Maßnahmen erforderlich. Opioide sind zwar der wesentliche Grundstein der medikamentösen Schmerztherapie bei Krebserkrankungen, aber nicht bei sämtlichen Schmerztypen Mittel der ersten Wahl. Zum Beispiel haben auch starke Opioide wie Morphin bei Knochen, Muskel- und Hautschmerzen oft nur begrenzte Wirkung und stehen auch bei Nervenschmerzen nicht an erster Stelle, weil sie sich anderen Medikamenten gegenüber als unterlegen erwiesen haben.

Was sind die wichtigsten Prinzipien der Schmerztherapie?

Das Hauptziel besteht darin, Betroffenen und ihren Angehörigen die bestmögliche Lebensqualität zu sichern und Schmerzen und andere Beschwerden zu lindern. Mit einer Schmerzanalyse können die Ärzte bestimmen, welche Verfahren am besten geeignet sind, um für Schmerzlinderung zu sorgen. Dabei werden medikamentöse und nichtmedikamentöse Behandlungen kombiniert.

Es ist wichtig, früh mit der Therapie zu beginnen. Es liegen inzwischen gute Beweise dafür vor, dass es völlig falsch ist, die Patienten starke Schmerzen aushalten zu lassen. Es wird sonst viel schwieriger, das Versäumte später nachzuholen. Schmerz gebiert Schmerz. Schmerzlinderung gebiert Schmerzlinderung. Anders gesagt, ist es falsch, den Schmerzen einen Vorsprung zu geben. Das heißt auch: Die richtige Behandlung kann dazu beitragen, dass man Schmerzen geradezu verlernt. In der Therapie von Krebsschmerzen ist dazu oft eine dauerhafte, vorbeugende Schmerzbehandlung unerlässlich. Wenn die Patienten einen schweren Schmerzdurchbruch erleben, soll diesem ohne zu zögern mit einer Extradosis an schnell wirksamem starkem Schmerzmittel begegnet werden. Wenn sich solche Durchbruchschmerzen wiederholen, sollte bewertet werden, ob eine Steigerung der festen Dosis infrage kommt.

Da Schmerz eine subjektive Erfahrung ist, können nur die Betroffenen selbst sagen, wie stark ihre Schmerzen sind. Wichtig ist, dass sie nicht mit zu vielen verschiedenen Ärzten, Therapeuten und Betreuern konfrontiert werden, dass ihre Schmerzen ernst genommen werden und dass sie Hilfe von Experten bekommen, die mit der Schmerzproblematik vertraut sind. Auch eine aktive Beteiligung der Betroffenen ist wichtig und fördert die psychische Widerstandskraft. Daher sollten aktive Verfahren in der Therapie von Krebsschmerzen eine zentrale Rolle spielen. Je nach individueller Situation der betroffenen Person und dem Krankheitsstadium kommen dazu beispielsweise aktive psycho- und physiotherapeutische Behandlungen, sowie Entspannungs- und Bewegungstherapie infrage.

Ist Morphin das einzige Schmerzmittel bei Krebsschmerzen?

Morphin und morphinähnliche Substanzen (die sog. Opioide) sind zwar die wichtigsten Medikamente bei der Behandlung von Krebsschmerzen, es gibt aber mehrere weitere Typen von Schmerzmitteln, die ebenfalls eingesetzt werden können. Schmerzmittel lassen sich in zwei Haupttypen einteilen:

  1. Zentral wirksame Medikamente, die vor allem im Zentralnervensystem wirken (Gehirn und Rückenmark), wie Opioide
  2. und Medikamente, die vor allem auf die Schmerzentstehung an den Nervenenden in allen anderen Körperregionen wirken (periphere Wirkung), wie z. B. sog. nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen.

Zu Beginn der Therapie wird am häufigsten ein peripher wirkendes Mittel gewählt, falls die Schmerzen noch nicht sehr stark sind.

Wenn die Wirkung nicht zufriedenstellend ist, oder die Schmerzen zunehmen, wird die Schmerzlinderung üblicherweise nach einem Stufenschema (WHO-Schema) gesteigert (die nachstehend angegebenen Dosierungen sind Tagesdosierungen):

Stufe I

Chronische leichte bis mittelschwere Schmerzen): peripher wirkende Schmerzmittel (Nicht-Opioide)

Paracetamol, eines der am häufigsten verwendeten rezeptfreien Mittel gegen normale Schmerzen, ist auch bei der Linderung von Krebsschmerzen wichtig. Wenn die Schmerzen aufgrund einer Erkrankung in den Knochen entstehen, sind NSAR möglicherweise die bessere Wahl. Ggf. wird zusätzlich ein Medikament zur Behandlung von Nervenschmerzen gegeben. Stufe I kann auf die folgenden Stufen mitgenommen werden, um sicherzustellen, dass der Schmerz mit zwei unabhängigen Wirkprinzipien behandelt wird (sowohl peripher als auch zentral).

Beispiele:

  • Paracetamol (nur geringe antientzündliche Wirkung) 4- bis 6-mal 500–1.000 mg (höchstens 4.000 mg Gesamttagesdosis)
  • Ibuprofen retard. z. B. 2- bis 3-mal 800 mg
  • Naproxen 2-mal 500 mg
  • Diclofenac retard 2-mal 50–150 mg
  • Als Alternative zu NSAR oder Paracetamol, etwa bei Schmerzen des Verdauungstrakts: Metamizol = Novaminsulfon (zusätzlich krampflösende Wirkung) 4- bis 6-mal 500–1.000 mg

Stufe II

Mittlere chronische Schmerzen: Wirkstoffe der Stufe I plus schwache zentral wirkende Schmerzmittel (Opioide)

Schwach wirksame Opioide der Stufe II können häufig durch niedrigdosierte Stufe-III-Opioide (z. B. Morphin) in allmählich steigenden Dosierungen ersetzt werden.

Beispiele:

  • Tramadol retard 2- bis 3-mal 100–300 mg
  • Tilidin-Naloxon retard 2- bis 3-mal 100–200 mg (bezogen auf Tilidin)

Stufe III

Starke chronische Schmerzen: Wirkstoffe der Stufe I plus Opioide – vor allem Morphin – zum Einnehmen oder als „Pflaster" (transdermale Verabreichung)

Beispiele:

  • Morphin 6-mal 5–500 mg
  • Morphin retard 2- bis 3-mal 10–500 mg
  • Morphin ultraretard 1- bis 2-mal 20–500 mg
  • Buprenorphin 3- bis 4-mal 0,2–1,2 mg
  • Buprenorphin TTS 0,8–3,2 mg transdermal
  • Fentanyl TTS 0,6–12 mg transdermal
  • Oxycodon retard 2- bis 3-mal 10–400 mg
  • Hydromorphon retard 2- bis 3-mal 4–200 mg

Bei Schmerzen, die auf diese Weise (mit Tabletten oder transdermal) nicht therapiebar sind, können Schmerztherapeuten z. B. Morphininfusionen verordnen, die in der Regel mithilfe von Infusionspumpen verabreicht werden.

Wie verhält es sich mit der Strahlentherapie zur Schmerzlinderung?

Die palliative Strahlentherapie ist bei bestimmten Schmerztypen eine sehr gute Alternative, z. B. wenn es im Rahmen der Krebserkrankung zu Tochtergeschwülsten in Knochen (Knochenmetastasen) gekommen ist. Die Bestrahlung führt häufig zu einer deutlichen und schnellen Schmerzlinderung, so dass ggf. die Schmerzmitteldosierung verringert werden kann. Außerdem sind auch chemotherapeutische Maßnahmen möglich, um Krebsschmerzen vorzubeugen oder zu lindern, da sie den Tumor verkleinern können. Eine solche Strahlen- oder Chemotherapie erfolgt in erster Linie in spezialisierten Krankenhäusern, häufig in Universitätskliniken.

Reichen die Behandlung im Krankenhaus und Medikamente aus, um Schmerzen zu lindern?

Wer unter starken Einschränkungen durch intensive Schmerzen leidet, sollte wissen, dass auch unser Körper über ein eigenes System zur Schmerzlinderung verfügt, das auf verschiedene Weise aktiviert werden kann. Unser Organismus kann nämlich dazu angeregt werden, schmerzstillende Substanzen zu produzieren, die sehr spezifisch wirken und ohne Nebenwirkungen zu Schmerzlinderung und Wohlempfinden führen. Diese Substanzen werden als Endorphine bezeichnet.

Die Endorphinproduktion erhöht sich bei akuten Schmerzen, nimmt aber wieder ab, wenn die Schmerzen langanhaltend (chronisch) werden oder die Behandlung unzureichend ist. Am niedrigsten ist die Endorphinproduktion bei bettlägerigen Patienten und bei Menschen mit Depressionen. Am höchsten dagegen ist sie bei Patienten, die aktiv und optimistisch sind und sich sicher fühlen. Endorphine sind in der Tat so etwas wie „Glückshormone“. Sie werden auch bei einer Akupunktur und bei der transkutanen elektrischen Nervenstimulation (TENS), einer Methode zur Stimulation des Nervensystems durch die Haut, freigesetzt. Im Gesamtgebäude der Schmerztherapie sind die Endorphine ein wichtiger Baustein.

Welche Rolle spielen alternative Therapien zur Schmerzlinderung?

In unserem öffentlichen Gesundheitssystem wird die sog. Evidence-based Medicine bevorzugt. Dies bedeutet, dass alle therapeutischen Maßnahmen auf wissenschaftlicher Grundlage erfolgen sollen. Es sind also wissenschaftliche Belege dafür vorzulegen, dass die in der Therapie eingesetzten Mittel oder Verfahren gegen die entsprechende Erkrankung oder Verletzung wirksam sind.

Bei vielen alternativen Therapien ist die Wirksamkeit der Behandlungsmaßnahmen nicht oft nur unzureichend wissenschaftlich belegt. Zu vielen Verfahren gibt es keine Studien, die die Überlegenheit im Vergleich zu einer – übrigens ebenfalls begrenzt wirksamen –Scheinbehandlung (Placebo) belegen könnten. Sobald Nachweise dafür vorliegen, dass eine bestimmte Behandlung wirksam ist, kann ein Antrag gestellt werden, sie ins Behandlungsrepertoire des Gesundheitssystems aufzunehmen. Die Anwendung alternativer Behandlungsmethoden wird manchmal damit gerechtfertigt, dass sie bei einer oder mehreren Personen Wirkung gezeigt haben.

Krebspatienten setzen trotz aller Unsicherheiten relativ häufig auf alternative Behandlungsmethoden, denn die Patienten und ihre Angehörigen wollen die Hoffnung nicht aufgeben.

Wie viel Aufmerksamkeit soll ich selbst meiner Schmerzsituation widmen?

Patienten werden nicht zu Hypochondern erklärt, nur weil sie über ihre Schmerzen sprechen. Bereits oben wurde betont, wie wichtig es ist, rechtzeitig zu reagieren, wenn die Schmerzen schlimmer werden. In der folgenden Liste finden Sie ein paar Anregungen, die Ihnen helfen können, Schmerzen zu lindern.

Leitlinie: Krebsschmerzen lindern – was kann ich selbst tun?1-2

  • Sie müssen Schmerzen nicht tapfer ertragen. Das wäre verschwendete Energie. Sagen Sie, wenn Sie Schmerzen haben und lassen Sie sich helfen.
  • Teilen Sie dem Behandlungsteam mit, über was Sie sich Sorgen machen.
  • Teilen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt umfassend Ihre Beschwerden und Wünsche mit, damit er die für Sie richtigen (Schmerz-)Medikamente auswählen kann.
  • Nehmen Sie Opioide wie vom Arzt verordnet ein. Es ist wichtig, sie in regelmäßigen Abständen zu nehmen, in ausreichender Dosis und lange genug. Nur dadurch gelingt eine gleichmäßig gute Schmerzlinderung.
  • Lassen Sie sich einen Plan mitgeben, in dem vermerkt ist, wie Sie Ihre Medikamente einnehmen sollen.
  • Nehmen Sie Schmerzmedikamente nicht nach Bedarf und/oder verringern Sie nicht selbständig die Dosis. Dadurch können wieder erhebliche Schmerzen entstehen.
  • Sprechen Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt an, wenn Sie das Gefühl haben, dass eine Schmerzbehandlung nicht ausreichend wirkt. Teilen Sie Auffälligkeiten und Nebenwirkungen mit. Möglicherweise gibt es ein besser passendes Medikament für Sie. Nebenwirkungen können gut behandelt werden.
  • Wenn Sie Ängste oder Vorbehalte gegenüber Opioiden haben, teilen Sie dies Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt mit. Gemeinsam können Sie Ihre Befürchtungen besprechen.
  • Verzichten Sie während der Einstellungs- und Umstellungsphase von Opioiden auf das Autofahren und das Bedienen von Maschinen. Opioide können die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen. Sprechen Sie dies mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Es kann möglich sein, dass Sie danach wieder unbeeinträchtigt fahren können.
  • Es kann hilfreich sein, ein Schmerztagebuch zu führen. Notieren Sie z. B., wo die Schmerzen auftreten und in welcher Situation und wie Sie diese empfinden.
  • Entspannungstechniken können Ihnen helfen, Schmerzen, Anspannungen und Ängste zu verringern.
  • Versuchen Sie sich – wenn möglich – von Ihren Schmerzen durch für Sie angenehme Dinge abzulenken.
  • Finden Sie heraus, was Ihnen noch hilft, die Schmerzen zu lindern, beispielsweise heiße oder kalte Wickel, Massagen oder Einreibungen.
  • Teilen Sie Ihren Angehörigen mit, wenn Sie Schmerzmittel nehmen, damit diese Sie unterstützen und Ihnen im Notfall helfen können.

Sie brauchen Schmerzen nicht auszuhalten!

Wenn Ihnen jedoch Ihre behandelnden Ärzte sagen, dass Sie Ihre Schmerzen einfach aushalten müssen, dann legen Sie Wert auf die Mitbehandlung durch einen Arzt/eine Ärztin, der/die über eine besondere schmerztherapeutische Erfahrung und Qualifikation verfügt.

Weitere Informationen

Literatur

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Autoren

  • Thomas M. Heim, Dr. med., Wissenschaftsjournalist, Freiburg
  • Martina Bujard, Wissenschaftsjournalistin, Wiesbaden

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Schmerz, palliative Behandlung. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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  3. Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM). S1-Leitlinie Chronischer Schmerz. AWMF-Leitlinie Nr. 053-036, Stand 2013 (abgelaufen). www.awmf.org
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