Sportlerhernie

Zusammenfassung

  • Definition: Verletzung des Gewebes an der Hinterwand des Leistenkanals, es liegt kein Bruch vor.
  • Häufigkeit: Die Sportlerhernie ist sehr verbreitet unter Fußballern auf allen Leistungsniveaus.
  • Symptome: Symptome sind einseitige Leistenschmerzen, die bei sportlichen Aktivitäten mit hoher Intensität auftreten, besonders bei schnellen Sprints, Drehungen und bei kräftigen Tritten gegen einen Ball.
  • Befunde: Typischerweise werden Schmerzen durch Husten, Niesen sowie durch Aufrichten (Sit-ups/Crunches) und Zusammendrücken der Beine ausgelöst.
  • Diagnostik: Es sind keine Zusatzuntersuchungen erforderlich.
  • Therapie: Konservative Therapie oder Chirurgie mit Verstärkungsplastik.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Die Sportlerhernie wird auch Gilmore‘s Groin, Athletic Pubalgia, erworbene Insuffizienz der Inguinalwand, Insuffizienz der hinteren Inguinalwand und Leisteninsuffizienz genannt und äußert sich durch Schmerzen im Leistenbereich.1
  • Auch wenn die Sportlerhernie als Bruch bezeichnet wird, so liegt doch eigentlich kein Bruch vor.
  • Kennzeichnend sind Verletzungen des Gewebes in der Hinterwand des Leistenkanals. Es besteht ein Riss in der Aponeurose des externen M. obliquus und/oder ein Riss in der Sehne des internen M. obliquus, evtl. eine Schwächung der gesamten Hinterwand des Kanals.
  • Die Erkrankung tritt recht häufig bei Sportarten auf, die das treten mit den Beinen erfordern, besonders Fußball.
  • Im Englischen wurde sie nach dem Chirurgen Jerry Gilmore benannt, der das Syndrom 1980 als erster beschrieb.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen