Spondylitis tuberculosa

Zusammenfassung

  • Definition: Die Spondylitis tuberculosa wird durch eine hämatogene oder lymphogene Ausbreitung von M. tuberculosis von einem Infektionsherd außerhalb der Wirbelsäule verursacht.
  • Häufigkeit: Die Erkrankung kommt in den Industrieländern nur noch selten vor, ist in den Entwicklungsländern jedoch noch weit verbreitet.
  • Symptome: In der Regel kommt es zu Rückenschmerzen über 3–4 Monate, die mit der Zeit zunehmen und in einigen Fällen auch mit Muskelspasmen oder radikulären Schmerzen einhergehen.
  • Befunde: Bei etwa der Hälfte der Patienten kommt es zu neurologischen Ausfällen, z. B. Nervenwurzelschmerzen, Cauda-equina-Syndrom, sensorischer Ausfall oder Parese.
  • Diagnostik: BSG ist stark erhöht. IGRA ist positiv. Mittels Röntgen, CT und MRT können Veränderungen der Wirbelsäule dargestellt werden.
  • Therapie: Die Therapie der Spondylitis tuberculosa besteht aus einer Kombinationstherapie mit mindestens 3 Antituberkulotika über 6–9 Monate.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Die Erkrankung wird auch Morbus Pott genannt.
  • Die Spondylitis tuberculosa wird durch eine hämatogene oder lymphogene Ausbreitung von Mycobacterium tuberculosis von einem Infektionsherd außerhalb der Wirbelsäule verursacht.
  • Es liegt eine Kombination aus Osteomyelitis und Arthritis in einem oder häufig mehreren Wirbelkörpern vor.1
  • Eine zunehmende Knochenzerstörung führt zu Wirbelkaries und Kyphose, evtl. auch zu einer Rückenmarkskompression.
  • Ein kalter Abszess (ohne Entzündung und Schmerzen) kann auftreten, wenn sich die Infektion auf die umliegenden Bänder oder das Weichteilgewebe ausbreitet. Abszesse in der Lendengegend können entlang der Psoasfaszie bis zur Leiste wandern und schließlich durch die Haut erodieren.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen