Osteomyelitis, bakterielle

Zusammenfassung

  • Definition:Infektion des Knochens durch pyogene Erreger. Prädisponierende Faktoren sind niedriges und hohes Alter, operative Eingriffe mit Beteiligung von Knochen, Diabetes mellitus und Immunsuppression.
  • Häufigkeit:Inzidenz 10/100.000 Kinder/Jahr in Europa. Von den Betroffenen unter 20 sind die Hälfte unter fünf und ein Drittel unter zwei Jahren alt.
  • Symptome:Fieber, Schüttelfrost, erheblich reduzierter Allgemeinzustand und Knochenschmerzen (meist auch Symptome einer lokalen Entzündung). Bei Kleinkindern sind die Symptome oft diffus.
  • Befunde:Lokale Schmerzen und evtl. andere Hinweise auf eine Entzündung. Häufig reduzierte Beweglichkeit in benachbarten Gelenken.
  • Diagnose:In der Allgemeinarztpraxis selten indiziert.
  • Behandlung:Parenterale Antibiotikatherapie im Krankenhaus

Allgemeine Informationen

Definition

  • Infektion des Knochens durch pyogene Erreger1-2
  • Unter den verschiedenen Klassifikationssysteme wird Folgendes am häufigsten angewendet:
    • akut
      • Entwicklung innerhalb von zwei Wochen nach der Infektion und gekennzeichnet durch entzündliche Veränderungen des Knochengewebes
    • subakut
      • Entwicklung innerhalb von einem bis mehreren Monaten
    • chronisch
      • Entwicklung nach mehreren Monaten und gekennzeichnet durch nekrotisches Knochengewebe.3
  • Eine andere Einteilung basiert auf dem Ausbreitungsweg:
    • Osteomyelitis infolge lokaler Ausbreitung
    • Osteomyelitis auf der Grundlage einer vaskulären Insuffizienz (z. B. bei Diabetes)
    • hämatogene Osteomyelitis.
  • Abzugrenzen ist die chronische nichtbakterielle Osteomyelitis.4
    • Sie ist eine entzündliche Erkrankung des Knochens, von Gelenken und perifokalem Weichgewebe.
    • Kann sowohl unifokal als auch multifokal, desweiteren uniphasisch als auch rekurrierend verlaufen.
    • Synonyme: Das „Vollbild“ wird als chronisch rezidivierende multifokale Osteomyelitis (CRMO) bezeichnet. Neben „chronisch sklerosierender Osteomyelitis“, „kondensierender Osteomyelitis“, „Sklerosis und Hyperostosis“, „pustulöser Arthroosteitis“ und deskriptiven histopathologischen Bezeichungen wie „lympho-plasmazelluläre Osteomyelitis“ wird die Erkrankung bei Jugendlichen und Erwachsenen auch als SAPHO-Syndrom5 bezeichnet. Dieses Akronym steht für Synovitis, Akne, Pustulosis, Hyperostosis und Osteitis. Die CRMO wird von manchen Autoren als kindliches SAPHO- Syndrom angesehen.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen