Hämangiome bei Kindern

Zusammenfassung

  • Definition:Hämangiome sind gutartige vaskuläre Neubildungen.
  • Häufigkeit:In 50 % der Fälle liegen sie bereits bei der Geburt vor, sonst treten sie im Laufe der ersten 4‒6 Lebenswochen auf. Etwa 4,5 % aller Kinder sind betroffen.
  • Symptome:Die Diagnose wird bei Auftreten einer blauen/rosafarbenen/roten, schnell wachsenden Hautwölbung gestellt. Die meisten Hämangiome hören etwa im Alter von 9 Monaten auf zu wachsen und bilden sich dann nach und nach zurück.
  • Befunde:Hämangiome treten häufig singulär auf, die meisten davon am Kopf. Die Konsistenz ist üblicherweise gummiartig. Bei erhöhtem Druck, z. B. wenn das Kind schreit, können sie an Größe zunehmen.
  • Diagnostik:Weitere Tests sind normalerweise nicht erforderlich. Bei Unsicherheit bzgl. der Diagnose können eine MRT oder Ultraschall sinnvoll sein.
  • Therapie:Die meisten Kinder benötigen keine Behandlung. Ungünstig platzierte oder blutende Hämangiome können medikamentös (Betablocker) und in Einzelfällen mit Laser oder operativ behandelt werden.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Hämangiome sind benigne vaskuläre Neubildungen mit charakteristischem klinischen Verlauf, der gekennzeichnet ist von einer schnellen, frühen Proliferation gefolgt von einer langsameren spontanen Rückbildung (Involution).1
  • Die meisten Hämangiome haben sich bis zum 9. Lebensjahr zurückgebildet.2
  • Hämangiome sind die häufigste Tumorart bei Säuglingen, die allermeisten sind medizinisch nicht relevant.
  • In Ausnahmefällen können Hämangiome auf vitale Strukturen drücken oder eine erhöhte Belastung des Herzens sowie schwere Blutungen verursachen. Die häufigsten Komplikationen sind Ulzerationen und Narbenbildung.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen

Illustrationen