Bronchiolitis, akute

Zusammenfassung

  • Definition:Virusinfektion in den unteren Atemwegen bei Kindern unter 2 Jahren, meist verursacht durch Respiratory-Syncytial-Virus (RSV) und humanes Metapneumovirus. Risikofaktoren für einen schweren Verlauf sind Frühgeburtlichkeit, chronische Atemwegserkrankungen, angeborene Herzfehler oder Immunschwäche.
  • Häufigkeit: Häufig. Betrifft ca. 10 % der Säuglinge. Auftreten im Winterhalbjahr, kann zu kleinen Epidemien führen.
  • Symptome:Husten, Tachypnoe, Keuchen, Atemnot, evtl. Fieber. Akute Verschlechterung mit Gefahr plötzlicher Apnoe ist möglich.
  • Befunde:Oftmals abgeschlagene, lethargische Kinder. Grau-zyanotisches Hautkolorit. Thorakale atemsynchrone Einziehungen. Auskultation: inspiratorische feinblasige RG und/oder exspiratorisches Giemen, leises AG.
  • Diagnostik:Klinisch. Evtl. Nasopharynxsekret zum Keimnachweis.
  • Therapie:Symptomatisch. Flüssigkeits- und ggf. Sauerstoffzufuhr sind wichtig. Abschwellende Nasentropfen für die kleinsten Kinder. Evtl. Inhalation von Epinephrin. Eine Einweisung ist häufig indiziert. Ggf. Prophylaxe für Risikokinder.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Virale Infektion bei Säuglingen und Kleinkindern (unter 2 Jahren) in den kleinen Bronchien und Bronchiolen.1
  • Die Erkrankung wird in den meisten Fällen (70 %) durch das Respiratory-Syncytial-Virus (RSV) verursacht2, weitere häufige Erreger sind das Metapneumovirus (hMPV) und das Parainfluenzavirus Typ 3.3
  • Die entzündungsbedingte Schleimhautschwellung führt in den kleinen Bronchiolen schnell zu einer partiellen Obstruktion und begünstigt die Entwicklung von nicht ausreichend belüfteten Lungenarealen.
  • Typische Symptome einer Bronchiolitis: Husten, Tachypnoe, Keuchen, evtl. hörbares Giemen durch obstruktive Ventilationsstörung, evtl. Fieber.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

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