Multisystem Inflammatory Syndrome in Children (MIS-C)

Zusammenfassung

  • Definition:Multisystem-Entzündungssyndrom bei Kindern und Jugendlichen im Zusammenhang mit einer aktuellen oder durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion.
  • Häufigkeit:Selten. In den USA 570 Fälle im Zeitraum März–Juli 2020. In Deutschland kein gehäuftes Auftreten.
  • Symptome:Bei fast 100 % der Erkrankten Fieber über mehr als 3 Tage und Abdominalsymptome. Mindestens zwei Organsysteme beteiligt, hoher Prozentsatz mit Schock, Atemnot und Bedarf einer Behandlung auf Intensivstation.
  • Befunde:Fieber, Bauchschmerzen, Tachypnoe, evtl. Exanthem, Konjunktivitis, Zeichen einer kardialen Schädigung, reduzierter Allgemeinzustand.
  • Diagnostik:Nachweis einer Multiorganerkrankung, erhöhte Entzündungsmarker und Zeichen einer Hyperkoagulation sowie bei einem Großteil positiver PCR- oder serologischer Test auf eine SARS-CoV-2-Infektion.
  • Therapie:Intensivtherapie, evtl. Beatmung. IVIG und Azetylsalizylsäure bei allen, die auch die Kawasaki-Kriterien erfüllen.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Multiorgan-Entzündungssyndrom bei Kindern oder Jugendlichen, das typischerweise 3–4 Wochen nach einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus auftritt.1
    • Es gibt im Oktober 2020 publizierte Einzelfallberichte aus Großbritannien und den USA über ein Auftreten des Multisystem Inflammatory Syndrome bei Erwachsenen (adults, MISC-A). 2 
  • Internationale Bezeichnung: Multisystem Inflammatory Syndrome in Children, abgekürzt MIS-C
  • Auch als Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome Temporally Associated with SARS-Cov-2 (PIMS-TS) bezeichnet
  • Nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie ist ein direkter kausaler Zusammenhang zwischen COVID-19 und MIS-C nicht belegt.3
  • MIS-C kann auch nach einem asymptomatischen Verlauf von COVID-19 auftreten.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle14

Patienteninformationen