Nekrotisierende Enterokolitis (NEK)

Zusammenfassung

  • Definition:Die NEK ist eine entzündliche Erkrankung, die im gesamten Gastrointestinaltrakt disseminiert fleckförmig bis kontinuierlich auftreten kann. Es sind fast immer Früh- und Neugeborene der Intensivstation betroffen.
  • Häufigkeit:Die Erkrankung ist selten, gehört aber bei sehr früh und sehr unreif geborenen Säuglingen zu den häufigsten akuten Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes. Die Inzidenz beträgt bei Frühgeborenen 1–5 % und bei sehr kleinen Frühgeborenen bis zu 15 %.
  • Symptome:Apathie, schlechter Allgemeinzustand, zunehmende Atembeschwerden.
  • Befunde:Ileusbild; aspiriertes Material häufig gallefarben, Bauch aufgebläht und druckschmerzhaft. Blut im Stuhl.
  • Diagnose:Großes Blutbild und Entzündungsparameter. Besonders zu prüfen sind Verbrauchskoagulopathie (DIC) und Blutzucker. Der CRP-Wert ist im Verlauf zu beobachten. Die Abdomenübersichtsaufnahme zeigt ggf. freie Luft in der Darmwand.
  • Behandlung:Nahrungskarenz, dicklumige Magenablaufsonde, Schmerztherapie. Ausgleich von Elektrolytverschiebungen, Hypo- und Hyperglykämien. Evtl. Darmresektion.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Die NEK ist eine entzündliche Erkrankung, die im gesamten Gastrointestinaltrakt disseminiert fleckförmig bis kontinuierlich auftreten kann.1
  • Es sind fast immer Früh- und Neugeborene der Intensivstation betroffen.
  • Die meisten Fälle sind sporadisch, aber epidemisches Auftreten wurde in Assoziation mit aeroben und anaeroben Bakterien sowie Viren berichtet.2
  • Die Erkrankung gehört bei sehr früh und sehr unreif geborenen Säuglingen zu den häufigsten akuten Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes.3
  • Die Pathogenese ist nicht abschließend geklärt, die Diagnose schwierig und die Behandlung aufwendig.
  • Die Erkrankung tritt erst nach der Geburt auf. Sie ist bei Todgeburten nicht beobachtet worden.
  • Die nekrotisierende Enterokolitis tritt bei voll ausgetragenen Säuglingen nur selten auf4 und wird dann in der Regel von einer anderen Grunderkrankung verursacht.5 Belegt ist, dass der Erkrankung bei reif geborenen Säuglingen eine andere Pathogenese zugrunde liegt als bei Frühgeborenen.6

Diagnose

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Follow-up

Patienteninformationen