Frühgeburt, Nachsorge

Zusammenfassung

  • Definition:Geburt vor Vollendung von 37 Schwangerschaftswochen (37+0 SSW). Für die Abgrenzung und Einteilung von Frühgeborenen sind das Gestationsalter und das Geburtsgewicht entscheidend. Verschiedene Ursachen können zu einer Frühgeburt führen: Erkrankungen der Mutter oder des ungeborenen Kindes, genetische Faktoren wie Fehlbildungen und Chromosomenstörungen oder anatomische Voraussetzungen.
  • Häufigkeit:7–9 % aller Kinder kommen im deutschsprachigen Raum zu früh auf die Welt (hiervon sind nur ein sehr geringer Anteil sehr frühe oder extrem frühe Frühgeburten).
  • Symptome:Unmittelbar nach der Geburt dominieren Probleme mit der Atmung, Probleme mit der Nahrungsaufnahme und die Gefahr von Infektionen. Später stehen Entwicklungsverzögerungen, Teilleistungsstörungen und motorische Probleme im Vordergrund.
  • Befunde:Die klinischen Befunde variieren je nach Reifegrad, auf Fehlbildungen ist besonders zu achten.
  • Diagnostik:Als Untersuchungen sind ein EEG und eine MRT des Gehirns angezeigt, um eine Prognose abgeben zu können.
  • Therapie:Zunächst steht die unterstützende Behandlung des frühgeborenen Kindes im Vordergrund. Später geht es darum, Teilleistungsstörungen zu behandeln und die motorische Entwicklung zu fördern. Gezielte Untersuchungen sollen eine frühzeitige Reaktion auf bestehende oder später auftretende Probleme und Komplikationen ermöglichen.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Reife Neugeborene: SSW 37–41
  • Mäßig frühe oder späte Frühgeburt: SSW 32–37
  • Sehr frühe Frühgeburt: SSW 28–32
  • Extrem frühe Frühgeburt < 28 SSW
  • Vermindertes Geburtsgewicht < 2500 g
  • Sehr niedriges Geburtsgewicht < 1500 g
  • Extrem niedriges Geburtsgewicht < 1000 g

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Nachsorge

Patienteninformationen