Neugeborenenikterus

Zusammenfassung

  • Definition:Die unkonjugierte Hyperbilirubinämie entsteht durch einen erhöhten Hämoglobinabbau nach der Geburt, wobei die noch unreife Leber das Abbauprodukt Bilirubin noch nicht ausreichend bewältigen kann. Eine erhöhte Bilirubinkonzentration gilt dabei zunächst als physiologisch und harmlos. Wird die Bilirubinkonzentration zu hoch, kann hierdurch das Gehirn geschädigt werden (Kernikterus, Bilirubinenzephalopathie).
  • Häufigkeit:Bei etwa 60% aller gesunder Neugeborener tritt in der ersten Lebenswoche ein Ikterus auf, der jedoch nicht behandelt werden muss.
  • Symptome:Ggf. herabgesetztes Trinkbedürfnis, erhöhtes Schlafbedürfnis
  • Befunde:Die Gelbfärbung (Ikterus) ist in der Regel der einzige Befund. Die klinische Bewertung der Bilirubinwerte ist schwierig.
  • Diagnose:Der Bilirubinspiegel kann transkutan gemessen werden (TcB), bevor ein Gesamt-Bilirubin-Test (TsB) erwogen wird.
  • Behandlung:Die Behandlung besteht in Phototherapie und optimaler Ernährung. Eine intravenöse Immunglobulintherapie und Blutaustauschtransfusionen sind ggf. angezeigt.

Basisfakten

Definition

  • Unter Gelbsucht (Ikterus) wird bei Neugeborenen die Gelbfärbung der Haut und der Skleren der Augen verstanden, die infolge einer Hyperbilirubinämie entsteht.1-3
  • Die Gelbfärbung tritt in der Regel zwei bis vier Tage nach der Geburt auf und klingt innerhalb der folgenden ein bis zwei Wochen ab, in der Regel besteht kein Behandlungsbedarf.
  • Bei den meisten Kindern ist die unkonjugierte Hyperbilirubinämie vorübergehend. In manchen Fällen kann der Serumbilirubinspiegel allerdings sehr hohe Werte erreichen und neurotoxisch wirken.
  • In diesem Fall ist eine Behandlung erforderlich, da eine schwere Gelbsucht zu Gehirnschäden führen kann (Bilirubinenzephalopathie, Kernikterus).
  • Der Befund einer Neugeborenen-Gelbsucht erfordert in der Regel eine Reihe von diagnostischen Beurteilungen4-5

Diagnostik

Behandlung

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen