Vesikoureteraler Reflux (VUR)

Zusammenfassung

  • Definition:Rückfluss von Urin in die Harnröhre oder das Nierenbecken, wegen des Ausfalls des Ventilmechanismus im Übergang zwischen der Blase und dem Ureter. Die Erkrankung ist meist angeboren, und in einigen Fällen liegt eine familiäre Disposition vor.
  • Häufigkeit:Inzidenz ca. 1–2 %.
  • Symptome:Bei Harnwegsinfektionen im Säuglings- und Kleinkindalter oder bei häufig rezidivierenden Harnwegsinfekten besteht ein Verdacht auf die Erkrankung.
  • Befunde:Kein nennenswerter klinischer Befund.
  • Diagnostik:Der Nachweis erfolgt durch Ultraschall, evtl. in Kombination mit Miktionszystografie oder Miktionsszintigrafie.
  • Therapie:Eine Antibiotika-Prophylaxe ist für hochgradigen VUR in den ersten Lebensjahren oder bei sehr häufigen Infektionen indiziert. Chirurgische Eingriffe sind bei anhaltendem oder schwerem Reflux indiziert.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Reflux umfasst einen Rückfluss von Urin in die Harnröhre oder das Nierenbecken bei Blasenentleerung, wegen des Ausfalls des Ventilmechanismus im Übergang zwischen der Blase und dem Ureter.
  • Harnwegsinfektionen sind die wichtigsten klinischen Marker für vesikoureteralen Reflux.1
  • Unbehandelt disponiert die Kombination von vesikoureteralem Reflux und Harnweginfektion für Pyelonephritis, Narbenbildung in der Niere, Hypertonie und chronische Nierenerkrankungen, mit einem mit zunehmendem Refluxgrad ansteigenden Risiko für Nierennarben.2
  • Vesikoureteraler Reflux ist ein heterogener Zustand und es gibt keine eindeutigen Behandlungsrichtlinien.3
  • Reflux wird in 5 Grade unterteilt und wird als niedriggradiger (I–II) oder hochgradiger (III–V) VUR eingestuft.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

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