Angeborene Hüftgelenksdysplasie (DDH)

Zusammenfassung

  • Definition:Entwicklungsdysplasie der Hüfte in Form von anomaler Größe, Form, Orientierung oder Anordnung von Femurkopf, Azetabulum oder beiden.
  • Häufigkeit:Ungefähr 1 von 1.000 Neugeborenen wird mit dislozierter Hüfte geboren und bei etwa 10 von 1.000 können Subluxationen auftreten.
  • Symptome:Zunächst keine Symptome, aber ohne Diagnose tritt eine verzögerte Entwicklung des Gehens oder Humpeln auf.
  • Befunde:Klinische Befunde sind positives Barlow- oder Ortolani-Zeichen, möglicherweise verringerte Abduktion oder asymmetrische Hautfalten.
  • Diagnostik:Ultraschall wird in den ersten 3 Monaten für die Diagnose verwendet, später Röntgen.
  • Therapie:Die Therapie erfolgt durch Abduktionsorthesen, in Ausnahmefällen durch Operation.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Die Terminologie rund um die angeborene Hüftgelenksluxation und die Hüftgelenksdysplasie ist nicht einfach. Der englische Begriff DDH (Developmental Dysplasia of the Hip) beschreibt den Zustand besser als angeborene Hüftgelenksluxation (bzw. Hüftgelenksdysplasie), da die Erkrankung nicht immer angeboren ist, sondern sich nach der Geburt entwickeln kann.1
  • Auch bei Instabilität ohne manifeste Dislokation gibt es Indikationen für eine Behandlung, um eine zukünftige Hüftgelenksdysplasie zu vermeiden.
  • Hüftgelenksdysplasie ist eine Sammelbenennung für anatomisch unreife Hüftgelenke, unabhängig vom Alter der Patienten. Dysplasie kann sich auf die anomale Größe, Form, Ausrichtung oder Platzierung des Hüftkopfes, der Pfanne oder von beiden beziehen.2
  • Die Hüftgelenksdysplasie wird manchmal erst im Erwachsenenalter diagnostiziert.
  • Unbehandelte Hüftgelenksdysplasie prädisponiert für degenerative Veränderungen und schmerzhafte Arthrose.
  • Frühe Diagnose und Behandlung verringern das Risiko von Komplikationen.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

Illustrationen