Schütteltrauma-Syndrom (STS)

Zusammenfassung

  • Definition: Häufige Form eines nichtakzidentellen Schädel-Hirn-Traumas, bei dem das kräftige Schütteln eines Kindes zu subduralen und retinalen Blutungen sowie zu einer diffusen Hirnschädigung führt.
  • Häufigkeit:Die Häufigkeit wird für Deutschland auf 100–200 Fälle pro Jahr geschätzt.
  • Symptome: Das Spektrum reicht von leichten unspezifischen bis zu schweren neurologischen Symptomen. Häufig sind eine verspätete Vorstellung beim Arzt und Widersprüche zwischen der Art der Verletzung und dem beschriebenen Ereignishergang. Zudem können multiple oder unterschiedlich alte Verletzungen vorliegen.
  • Befunde: Charakteristisch sind Subduralblutungen und retinale Blutungen, Rippenfrakturen und thorakale Hämatome.
  • Diagnostik: Vorrang haben eine äußerst sorgfältige und gut dokumentierte Anamnese und körperliche Untersuchung. Eine CT und/oder eine MRT des Kopfes sowie eine Röntgenuntersuchung des gesamten Skeletts können zusätzlich indiziert sein.
  • Therapie:Etwaige Verletzungen sind zu behandeln. Eine stationäre Aufnahme des Kindes sollte stets erwogen werden. Eine frühzeitige Kontaktaufnahme zum zuständigen rechtsmedizinischen Institut sowie zum Jugendamt sollte in Betracht gezogen werden.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Das Schütteltrauma ist eine Kopfverletzung infolge von Kindesmisshandlung.1
  • Das Kind wird so stark geschüttelt, dass es zu starken unkontrollierten Kopfbewegungen mit einer ausgeprägten rotatorischen Komponente kommt.
  • Häufige Befunde sind Subduralhämatome (SDH), retinale Blutungen (RB) und Anzeichen einer schweren diffusen Hirnschädigung im Sinne einer akuten Enzephalopathie.2
  • Es wird davor gewarnt, allein auf Grundlage derartiger Befunde voreilig ein Schütteltrauma zu diagnostizieren.3-4
  • Bei den Tätern handelt es sich zumeist um Väter oder neue Lebenspartner der Mütter, eher selten um Babysitter oder die Mütter.2

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen