Taubheit und Schwerhörigkeit bei Kindern

Vorübergehender Hörverlust kommt bei Kindern sehr häufig im Zusammenhang mit Mittelohrentzündungen vor. Anhaltender Hörverlust ist dagegen ein Symptom, das bei weniger als 1 von 1.000 Neugeborenen festgestellt wird. Im Alter von 6 Jahren brauchen 2 von 1.000 Kindern in Norwegen ein Hörgerät.

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Hörverlust bei Kindern

Die normale Hörfähigkeit wird von vielen so definiert, dass man Geräusche hören kann, die bei 20 Dezibel (dB) oder darunter liegen. Die gewöhnlich verwendete Einteilung für Hörverlust ist folgende:

  • Leichter Hörverlust (20–40 dB)
  • Mittlerer Hörverlust (41–55 dB)
  • Mittelschwerer Hörverlust (56–70 dB)
  • Schwerer Hörverlust (71–90 dB)
  • Vollständiger Hörverlust (über 90 dB)

Hörverlust im Verhältnis zum Frequenzbereich wird wie folgt eingeteilt:

  • Niedrige Frequenz (unter 500 Hz)
  • Mittlere Frequenz (501–2000 Hz)
  • Hohe Frequenz (über 2000 Hz)

Ein schwerer oder vollständiger angeborener Hörverlust wird in der Umgangssprache als Taubheit bezeichnet. Etwa 1 von 1.000 Neugeborenen hat einen mittelschweren oder schweren Hörverlust auf beiden Ohren – das heißt, dass die durchschnittliche Hörschwelle im Sprachfrequenzbereich niedriger als 40 dB liegt. Der Einsatz neuerer Screening-Verfahren zeigt, dass die Häufigkeit von Neuerkrankungen bei nahezu 2,3 pro 1.000 Lebendgeburten pro Jahr liegt.

Angeborene Schwerhörigkeit, die nicht erkannt und behandelt wird, führt zu einer deutlich verzögerten Entwicklung von Sprache und Kognition. Aufgrund der häufigeren frühzeitigen Diagnose konnte die Manifestation von Taubheit und schwerem Hörverlust in den letzten Jahren in einem erheblichen Grad verbessert werden.

Ursache

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Eine Reihe von Zuständen kann im Zusammenhang mit Hörverlust stehen. Einige der häufigsten Ursachen angeborener Schwerhörigkeit oder Taubheit sind:

  • Infektion der Mutter während der Schwangerschaft (z. B. mit Röteln und Toxoplasmose)
  • Probleme, die im Zusammenhang mit der Zeit rund um die Geburt stehen (zu wenig Sauerstoff für das Baby während der Geburt, ungewöhnlich starke Gelbsucht bei Neugeborenen oder Blutvergiftung des Kindes)
  • Niedriges Geburtsgewicht
  • Die Behandlung des Kindes oder der schwangeren Mutter mit bestimmten Medikamenten kann zu Hörschäden führen (u. a. das Malariamittel Chinin, das Diuretikum Furosemid und bestimmte Antibiotika – insbesondere Aminoglykoside)
  • Fehlbildungen des Ohres
  • Bestimmte erbliche Erkrankungen

Die wichtigsten Ursachen für erworbenen Hörverlust sind:

  • Wiederholte Episoden von Ohrentzündungen
  • Bestimmte Infektionen beim Kind können zu Gehörverlust/Taubheit führen, u. a. Meningitis, Masern und Mumps
  • Verletzungen am Ohr und an bestimmten Teilen des Gehirns können das Hörvermögen schädigen, oder wenn das Ohr lauten Geräuschen ausgesetzt ist
  • Lärmschäden sind ein zunehmendes Problem bei älteren Kindern und Jugendlichen

Symptome und Anzeichen

Es kann schwierig sein, Taubheit bei Kleinkindern zu erkennen. Kleine Kinder lernen fast intuitiv, von den Lippen zu lesen. Es kann daher für die Umgebung sehr schwer zu erkennen sein, dass ein Kind schwer hört. Eltern vermuten jedoch oft bereits frühzeitig, dass etwas nicht stimmt. Typische Symptome sind:

  • Das Kind reagiert nicht gut auf eine Ansprache, wenn es mit dem Rücken zu jemandem sitzt
  • Das Kind geht dicht an Tonquellen heran, evtl. zeigt es ein mangelndes Interesse für Töne
  • Das Kind spricht mit hoher Stimme
  • Monotones Geplapper des Kindes, das nach dem Alter von einem Jahr abnimmt
  • Schlechte Sprachentwicklung des Kindes, undeutliche Aussprache und kleiner Wortschatz
  • Ein stark ausgeprägtes Interesse für Gesten und Bewegung
  • Heulen oder weinen, um Freude, Wünsche oder Klagen auszudrücken

Diagnostik

Es ist schwierig, das Hörvermögen von kleinen Kindern zu beurteilen. In größeren Krankenhäusern hat man Apparate, mit denen man feststellen kann, ob Geräusche bis ins Gehirn vordringen. Diese Untersuchung wird als Hirnstamm-Audiometrie bezeichnet, und mit ihrer Hilfe können Ärzte mit Sicherheit sagen, ob es sich um einen starken Hörverlust handelt. Damit dieser Test durchgeführt werden kann, muss das Kind vollständig still liegen. Dies wird erreicht, indem das Kind unter Vollnarkose gesetzt wird. Es gibt auch einen sogenannten BOEL-Test (Abk. für „Blicke orientieren sich an Lauten“), der auch für die jüngsten Kinder genutzt werden kann, aber nicht so gut ist wie die Hirnstamm-Audiometrie.

Die meisten Kinder können so gut mitarbeiten, dass gewöhnliche Hörtests bereits im Alter ab 4 Jahren verwendet werden können. Hier wird dem Kind ein Kopfhörer aufgesetzt, und es zeigt an, wenn es ein Geräusch hört. Mangelnde Reaktionen auf Geräusche, die lauter als 20 dB sind, deuten auf einen Hörverlust hin.

Therapie

Kinder mit permanentem Gehörverlust müssen von einem Spezialisten untersucht werden, und er oder sie stellt dann fest, ob ein Hörgerät notwendig ist. Das Hörgerät muss dem Kind sorgfältig angepasst werden, und es ist notwendig, es öfter zu wechseln als dies bei einem Erwachsenen nötig ist.

Übliche Hörgeräte

Den meisten Betroffenen ist mit einem normalen Hörgerät, das hinter dem Ohr befestigt wird, am besten geholfen. Es gibt aber auch einige Fälle, in denen eine herkömmliche Hörhilfe nicht ausreichend ist. Dies gilt z. B. für Gehörgangsatresie (angeborene Fehlbildung oder Verschluss des äußeren Gehörgangs) und in Fällen mit starker Zunahme von Fluiden im Gehörgang. In solchen Fällen kann ein knochenverankertes Hörgerät geeignet sein. Dies ist ein Hörgerät, das Schallwellen durch den Knochen und nicht durch die Luft weiterleitet. Anders als bei einem herkömmlichen Hörgerät muss hierbei eine kleine Operation durchgeführt werden, um das Hörgerät individuell anzupassen (es wird im Knochen hinter dem Ohr festgebohrt).

Cochlea-Implantat

Daneben gibt es auch eine Hörhilfe namens Cochlea-Implantat. Dies ist eine kleine Vorrichtung, die Audiosignale als elektrische Impulse direkt in das Innenohr übermitteln kann. Das Cochlea-Implantat ist ein teures Gerät, es kann aber unter anderem dazu beitragen, taub geborenen Menschen einen gewissen Grad an Gehör zu ermöglichen. Voraussetzungen für die Implantierung dieser Hörhilfe sind, dass das Baby einen starken Hörverlust hat (über 80–90 dB) und dass dieser Hörverlust frühzeitig erkannt wird. Damit solche Hörhilfen wirklich von Nutzen sein können, sollten sie vorzugsweise bereits im Alter von 5–6 Jahren getragen werden. Voraussetzung ist auch, dass das Kind ein starkes unterstützendes Netzwerk um sich hat und dass besonders der Einsatzwille der Eltern groß ist. Mit einem Cochlea-Implantat das Hören zu erlernen, erfordert viel Aufmerksamkeit, Zeit und andere Ressourcen von all denen, die mit dem Kind zu tun haben.

Stimulation

Die Stimulation der Sinne ist wichtig für die Entwicklung des Kindes. Für gehörlose und hörgeschädigte Kinder besteht ein großes Risiko, zu wenig stimuliert zu werden, wenn sie nicht auf die richtige Weise angesprochen werden. Es gibt eine Reihe von Hilfen für Schwerhörige und Gehörlose, die dies verhindern können. Der norwegische Gehörlosenverband arbeitet mit folgenden Hauptzielsetzungen für Kinder:

  • Gehörlose Kinder müssen so früh wie möglich in einer sicheren und guten Umgebung mit Gebärdensprache aufwachsen
  • Menschen, die mit gehörlosen Kindern arbeiten, müssen die Gebärdensprache gut beherrschen
  • Alle gehörlosen und hörgeschädigten Kinder müssen das Recht auf eine vollständige Ausbildung in der Gebärdensprache in den Grund- und Mittelschulen erhalten
  • Es müssen Freizeitangebote in der Gebärdensprache zur sozialen Entwicklung etabliert werden
  • Die Gebärdensprache muss als Lernmittel und Lehrgegenstand auf allen Ebenen der Kompetenzzentren entwickelt werden.

Zusätzlich hierzu bieten auch die Hörzentralen in Norwegen mehr Informationen an. Die Zentrale für Hilfsmittel bietet auch kostenlose technische Hilfsmittel an.

Prognose

In der Regel ist es so, dass der dauerhafte Hörverlust im Alter weder besser noch schlechter wird. Schwerhörigkeit ist ein Begriff, von dem man allmählich immer mehr abkommt, da die allermeisten Menschen gewisse Fähigkeiten besitzen, Schallsignale wahrzunehmen, und den meisten auch bis zu einem gewissen Grad mit Hörgeräten geholfen werden kann.

Hören ist notwendig für die Entwicklung des Redens, und hörgeschädigte Kinder zeigen oft eine schlechte Sprachentwicklung. Um das zu umgehen, ist es wichtig, dass hörgeschädigte Kinder die Hilfe bekommen, die sie brauchen. Mit Hörgeräten oder Cochlea-Implantaten kann viel getan werden, aber ein Hilfenetzwerk, das das Lernen und die Stimulation gewährleistet, ist auch von sehr großer Bedeutung. Logopäden und Ausbilder in Gebärdensprache sind hierfür gute Beispiele. Ohne ausreichende Unterstützung können Kinder leicht in ihrer sozialen Entwicklung gehemmt werden. Der Hörverlust kann auch oft verhindern, dass sie an normalen sozialen Situationen teilnehmen können. Es gibt gut entwickelte Strukturen für Gehörlose hier in Norwegen, die sowohl deren Interessen nach außen wahrnehmen als auch eine gute soziale Umgebung für die Hörgeschädigten gewährleisten.

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Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Schwerhörigkeit bei Kindern. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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