Klinische Untersuchung des Bewegungsapparates

Evaluation vor der Untersuchung

  • Nach der Durchführung einer guten und systematischen Anamnese hat der Arzt in der Regel einen Eindruck erhalten, welche Bereiche des Körpers eingehender untersucht werden sollten, um eine so präzise Diagnose wie möglich sein zu stellen.
  • Wenn Patienten ein Symptombild beschreiben, demzufolge theoretisch mehrere verschieden Bereiche Beschwerden verursachen können, kann man sowohl dafür argumentieren, dass die Untersuchung in dem am proximalsten liegenden Bereich beginnen sollte wie auch in dem am distalsten liegenden Bereich.
  • Proximal beginnen?
    • Ein Beispiel wäre ein Patient mit Schmerzen in Ober- und Unterarm. Theoretisch gesehen kann die Ursache in Nacken oder Schulter liegen und in seltenen Fällen im Ellbogen. Die Funktionsuntersuchung sollte in diesem Fall mit einer Orientierungsuntersuchung des Genicks beginnen. Danach werden falls erforderlich Schultern und Ellbogen untersucht.
    • Nun erfolgt eine umfassende Funktionsuntersuchung des Bereichs, der die Symptome reproduziert.
  • Peripher beginnen?
    • Ein häufiges Prinzip in der Medizin ist es, die Untersuchung eines schmerzenden Bereichs dort zu beginnen, wo die Schmerzen am geringsten sind (vgl. mit der Untersuchung eines akuten Abdomens), um „periphere“ Ursachen auszuschließen.
    • In einem Bereich zu beginnen, wo der Schmerz provoziert wird, kann die Untersuchung erschweren.

Inspektion:

Funktionelle Untersuchung

Palpation

Zusätzliche Tests