Akoholdelir (Delirium tremens)

Zusammenfassung

  • Definition: Eine potenziell lebensbedrohliche Komplikation des Alkoholentzugssyndroms, die sich nach besonders langem und schwerem Alkoholmissbrauch, zumeist 2–4 Tage nach dem letzten Konsum, einstellen kann.
  • Häufigkeit: Etwa 5 % aller Alkoholkranken machen ein Alkoholdelir durch.
  • Symptome: Kernsymptome eines Delirs sind Bewusstseinsstörungen und kognitive Defizite. Beim Alkoholdelir können je nach Verlaufsform zusätzlich psychomotorische Störungen, halluzinatorisch-psychotische oder neurovegetative Symptome dominieren.
  • Befunde: Neurologische und psychische Symptome des Delirs. Evtl. neurovegetative Entgleisung mit Tachykardie, vermehrtem Schwitzen, Fieber, Angst, Insomnie und Hypertonie.
  • Diagnostik: Sorgfältige neurologische und internistische Untersuchung zur Abgrenzung andere Delirursachen; ggf. Bildgebung.
  • Therapie: Ein vollständiges Alkoholdelir bedarf der stationären Überwachung und Behandlung, ggf. auf der Intensivstation. Die Behandlung zielt in erster Linie darauf ab, die Betroffenen zu sedieren, ohne die vitalen Schutzreflexe zu beeinträchtigen. Gleichzeitig beugt die Therapie epileptischen Anfällen vor. Vorzugsweise kommen Clomethiazol oder Benzodiazepine zum Einsatz.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Ein Alkoholdelir (Delirium tremens, Entzugsdelir)1 tritt nach besonders langem und schwerem Alkoholmissbrauch ein, meist 2–4 Tage nach dem letzten Konsum.
  • Diese Komplikation weist sowohl Symptome des eigentlichen Delirs als auch Symptome einer neurovegetativen Dysregulation auf.
  • Ein Delir ist gekennzeichnet durch:
    • Kernsymptome
      • vorübergehende qualitative und quantitative Bewusstseinsstörungen (eingeschränkte Wahrnehmung der Umgebung und verminderte Fähigkeit, die Aufmerksamkeit zu fokussieren, aufrechtzuerhalten oder umzustellen)
      • kognitive Defizite (z. B. Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Kurzzeitgedächtnis, Orientierung in Bezug auf Zeit, Ort und Person) 
    • fakultativ: Störungen von
      • Psychomotorik
      • Emotionalität
      • Schlaf-Wach-Rhythmus.
  • Neurovegetative Störungen beim Alkoholdelir, z. B.:
  • Ein Alkoholdelir ist potenziell lebensbedrohlich und macht eine stationäre Einweisung erforderlich. Oftmals besteht nur ein reduziertes Bewusstsein, sodass die Patienten überwacht werden müssen.
    • ggf. stabile Seitenlage als erste Notfallmaßnahme

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen