Somatoforme Körperbeschwerden

Zusammenfassung

  • Definition: Wiederholtes und anhaltendes Leiden an körperlichen Symptomen trotz wiederholter negativer Befunde und Versicherung der Ärzte, dass die Symptome keine somatische Ursache haben.
  • Häufigkeit:Ca. 20 % der Menschen, die ärztlichen Rat suchen, leiden unter nichtspezifischen somatoformen Körperbeschwerden, häufiger Frauen, häufiger Menschen aus einkommensschwächeren Schichten und mit Migrationshintergrund, unabhängig vom Alter. Der Leidensdruck führt zu überdurchschnittlich häufigen Arztkontakten.
  • Symptome:Die Aufmerksamkeit der Patienten ist oft nur auf 1 oder 2 Organe oder Organsysteme fokussiert. Die Symptomatik ist oft vielgestaltig.
  • Befunde: Unauffällige somatische Befunde. Häufig psychische Begleitsymptome wie Angst, Depressivität oder Schlafstörungen.
  • Diagnostik:Somatische und psychosoziale Diagnostik sollten parallel laufen.
  • Therapie:Je nach Schwere des Verlaufs stehen unterschiedliche Therapiemodelle zur Verfügung. Wichtig ist, dass sich die Patienten auch ohne somatische Erklärungen ernst genommen fühlen. Eine vertrauensvolle, kooperative Patient-Arzt-Beziehung ist wesentlich.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Somatoforme Beschwerden kommen in fast allen medizinischen Bereichen vor. Man spricht auch von funktionellen oder nichtspezifischen Körperbeschwerden.
    • Der Begriff „funktionelle Körperbeschwerden“ wird von Betroffenen bevorzugt und wurde daher bei der Neufassung der entsprechenden Leitlinien1 in 2018 als Titel gewählt.
  • Nach ICD-10 sind sie gekennzeichnet durch Beschwerden, für die keine ausreichende körperliche Ursache gefunden werden kann.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen