Trichotillomanie

Zusammenfassung

  • Definition: Trichotillomanie ist eine Störung, die von sichtbarem Haarverlust gekennzeichnet ist. Grund ist eine mangelnde Kontrolle des Impulses, sich Haare auszureißen.
  • Inzidenz: Die Lebenszeitprävalenz beträgt 0,6–4 %.
  • Symptome: Ausreißen von Haaren.
  • Untersuchung: Meist ist der klinische Befund der Verlust von Kopfhaaren.
  • Diagnostik: Bei nicht eindeutiger Diagnose kann evtl. eine Biopsie durchgeführt werden.
  • Therapie: Bei Kindern handelt es sich in der Regel um eine vorübergehende Störung. Bei Erwachsenen kann die Therapie schwierig sein; evtl. ist ein Selbsthilfeprogramm, Psychotherapie oder ein Antidepressivum wirksam.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Bei der Trichotillomanie1 kommt es nach immer wieder misslungenem Versuch, sich gegen Impulse zum Ausreißen der Haare zu wehren, zu einem beachtlichen Haarverlust.
  • Das Ausreißen der Haare ist häufig mit dem Gefühl wachsender Spannung und einem anschließenden Gefühl von Erleichterung und Befriedigung verbunden.
  • Diese Diagnose soll nicht gestellt werden, wenn zuvor eine Hautentzündung bestand oder wenn das Ausreißen der Haare eine Reaktion auf ein Wahnphänomen oder eine Halluzination ist (ICD-10).
  • Die Erkrankung wird gemeinsam mit z. B. pathologischem Glücksspiel, Pyromanie, Kleptomanie und der Dermatillomanie zu den Impulskontrollstörungen2 bzw. Zwangsstörungen34 gezählt.
  • Trichitillomanie wird nicht zu den Nicht-Suizidales Selbstverletzendes Verhaltensformen (NSSV) gezählt.5

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen

Illustrationen