Generalisierte Angststörung, Prognose

Durch die Therapie können die Symptome unter Kontrolle gebracht werden.

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Eine generalisierte Angststörung geht in der Regel nicht von selbst vorüber. Die Erkrankung verläuft meistens chronisch. Üblicherweise kommen und gehen die Symptome, d. h. es gibt Zeiten, in denen sich die Betroffenen besser fühlen, und Zeiten, in denen sie sich schlechter fühlen. Eine generalisierte Angststörung beeinträchtigt die Lebensqualität.

Die Therapie kann diese Lebensqualität verbessern. Es gibt gute Therapiemöglichkeiten, mit denen die Angst kontrolliert werden kann und die ein weitestgehend normales Leben ermöglichen. Am häufigsten werden die medikamentöse Therapie mit Antidepressiva bzw. die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) eingesetzt. Lassen Sie nicht zu, dass die Angst Ihr Leben kontrolliert.

Eine generalisierte Angststörung kann darüber hinaus zu weiteren Beschwerden führen. Die ständige Anspannung infolge der chronischen Unruhe verursacht häufig Kopfschmerzen, Muskelschmerzen in Nacken, Schultern und Rücken, Zähneknirschen und Magenprobleme. Einige Betroffene versuchen, Angst und Unruhe mit Alkohol oder Drogen zu lindern.

Wo erhalten Betroffene Hilfe?

Zuerst sollten Sie Ihren Hausarzt kontaktieren. In einigen Fällen kann er die entsprechende Therapie einleiten. Heute bieten Hausärzte auch immer häufiger die kognitive Verhaltenstherapie an. Falls erforderlich, überweist der Hausarzt den Betroffenen zur weiteren Therapie an einen Psychiater. Verschiedene Fachärzte können die generalisierte Angststörung behandeln. Am häufigsten kümmern sich Hausärzte, Psychiater, Psychologen oder Psychotherapeuten aus verschiedenen Bereichen um die Patienten.

Wie sieht die Therapie aus?

Mit der Therapie sollen nicht alle Symptome ausgeschaltet werden. Ein gewisses Maß an Angst ist normal und ein notwendiger Teil des Lebens. Unruhe und Angst dürfen jedoch nicht Ihr Leben kontrollieren: Ziel der Therapie ist es, Ihnen Ihre vollständige Leistungsfähigkeit zurückzugeben, sodass Ihre Arbeit und Ihr Sozial- und Privatleben nicht unter der Angst leiden. Die Therapie lindert auch die körperlichen Beschwerden wie Muskelschmerzen usw., die aufgrund der generalisierten Angststörung auftreten.

Die Wirkung tritt nicht sofort ein und hängt von der Schwere der generalisierten Angststörung, einer eventuell gleichzeitig auftretenden Depression und der Therapieform (Medikamente oder Psychotherapie) ab. Bei Antidepressiva dauert es 2–4 Wochen bis sie vollständig wirken und die Angst lindern. Dies macht sich dadurch bemerkbar, dass Sie wieder mehr Freude an alltäglichen Dingen haben, da Sie sich nicht mehr so viele Sorgen um die Zukunft machen. Sie haben mehr Energie, die Sie in Ihre Arbeit und den Umgang mit Familie und Freunden stecken können. Die Therapie hilft Ihnen, Ihre Angst zu kontrollieren.

Durch eine gleichzeitige Depression oder eine andere psychische Erkrankung, z. B. eine andere Angststörung, kann der Heilungsprozess verzögert einsetzen. Die Medikamente, die bei der Therapie der generalisierten Angststörung verwendet werden, sind ursprünglich zur Therapie von Depressionen gedacht, wirken aber auch bei der generalisierten Angststörung. In einigen Fällen wird die Therapie medikamentös begonnen und psychotherapeutisch fortgesetzt, wenn die Depression geheilt oder gelindert wurde.

Wird die Therapie zu früh beendet, können die Symptome zurückkehren.

Wie lange dauert die Therapie?

Bei der kognitiven Verhaltenstherapie sollten 10–20 Sitzungen, am Anfang eine Sitzung pro Woche, eingeplant werden. Je nach Schweregrad und dem eventuellen Vorliegen einer gleichzeitigen Depression können auch mehr Sitzungen notwendig sein. Bei der medikamentösen Therapie wird eine Dauer von mindestens 12 Monaten mit einem langsamen Absetzen der Medikamente und Kontrolle der Symptome empfohlen. Die generalisierte Angststörung kann sich auch zu einer chronischen Erkrankung entwickeln. In diesem Fall kann es nach dem Absetzen der Medikamente immer wieder zu einem Rückfall kommen. Dann wird eine Langzeittherapie empfohlen, in der Regel über mehrere Jahre.

Faktoren, die die Prognose negativ beeinflussen sind ein geringer Grad der eigenen Lebenszufriedenheit, geringer sozialer Rückhalt, Missbrauch von Alkohol, Drogen und Medikamenten, eine Persönlichkeitsstörung oder eine andere psychische Erkrankung.

Weitere Informationen

Autoren

  • Martina Bujard, Wissenschaftsjournalistin, Wiesbaden

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Generalisierte Angststörung. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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