Reaktive Arthritiden

Zusammenfassung

  • Definition:Unter dem Begriff der reaktiven Arthritiden wird eine Gruppe aseptischer Arthropathien zusammengefasst, die mit dem Antigen HLA-B27 assoziiert sind.
  • Häufigkeit:Es wird angenommen, dass 1–2 % der Patienten mit spezifischen Darm- oder Genitalinfektionen eine reaktive Arthritis entwickeln. Das Risiko steigt bei Patienten, bei denen das Gewebsantigen HLA-B27 nachweisbar ist.
  • Symptome:Allgemeine Symptome wie ein allgemeines Krankheitsgefühl, Müdigkeit, Fieber, Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit liegen in der akuten Phase häufig vor. Die Gelenk- und Muskelskelettsymptome setzen häufig in Form von akuten Schwellungen, Druckempfindlichkeit, erhöhter Wärmeproduktion, Rötungen und eingeschränkter Mobilität in 2–4 größeren Gelenken ein.
  • Befunde:Typisch sind ein oder mehrere stark geschwollene, druckempfindliche periphere Gelenke, deren Beweglichkeit meist erheblich eingeschränkt ist. Veränderungen der Haut und Schleimhäute sind relativ weit verbreitet.
  • Diagnostik:Zur Abklärung können Blutuntersuchungen, eine Bestimmung der Rheumawerte und eine serologische Untersuchung durchgeführt werden. Die Röntgenuntersuchung ist im frühen Stadium der Erkrankung meist ohne Befund.
  • Therapie:Die Behandlung besteht vorrangig in einer symptomatischen NSAR-Therapie.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Eine reaktive Arthritis ist eine Gelenkentzündung, die infolge einer Infektion des Magen-Darm-Trakts, der Atemwegsorgane, der Geschlechtsorgane oder der Harnwege auftritt.
  • Zu den häufigsten Erregern zählen verschiedene Chlamydien-Arten, Campylobacter, Salmonellen, Shigellen und Yersinien.1
  • Die Trias aus Arthritis, Urethritis und Konjunktivitis wurde früher als Reiter-Syndrom bezeichnet, doch dies ist eine seltene Form der reaktiven Arthritis.1-2
  • Die reaktive Arthritis gehört zusammen mit der Psoriasisarthritis, der Spondylitis ankylosans und der Arthritis bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen zur Gruppe der Spondylarthropathien.1,3-4

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

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