Gicht

Bei Gicht kommt es zu einer Gelenkentzündung, die durch die Ausfällung und Ablagerung von Harnsäurekristallen in Gelenken verursacht wird. Durch die Entzündung wird das betroffene Gelenk schmerzhaft, überwärmt, stark geschwollen und gerötet.

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Was ist Gicht?

Gicht wird auch als Gichtarthritis oder Arthritis urica bezeichnet, in früheren Zeiten war der Begriff Zipperlein verbreitet. Schon seit der Antike war die Gicht als „Krankheit der Könige" bekannt. Bei Gicht kommt es zu einer Gelenkentzündung, die durch die Ausfällung und Ablagerung von Harnsäurekristallen in Gelenken verursacht wird. Durch die Entzündung wird das betroffene Gelenk schmerzhaft, überwärmt, stark geschwollen und gerötet.

Harnsäure ist eine Substanz, die im Körper unter anderem beim Abbau purinreicher Nahrungsmittel gebildet wird. Normalerweise besteht ein Gleichgewicht zwischen der Bildung und der Ausscheidung von Harnsäure aus dem Körper. Bei Gicht befindet sich zu viel Harnsäure im Blut. Dies liegt häufig daran, dass die Ausscheidung der Harnsäure über die Nieren nicht so effizient ist wie normal, kann aber auch z. B. durch eine zu hohe Produktion von Harnsäure verursacht werden.

Prävalenz

Gicht tritt bei 1–2 % der erwachsenen Bevölkerung auf. Die Prävalenz steigt mit dem Alter. Weit mehr Männer als Frauen leiden unter dieser Erkrankung. Die Zahl der Neuerkrankungen nimmt zu, wahrscheinlich infolge der Veränderungen unseres Lebensstils, der zunehmenden Häufigkeit starken Übergewichts und des größeren Anteils älterer Menschen in der Bevölkerung. Bei Frauen im gebärfähigen Alter ist Gicht äußerst selten. Es besteht eine klare Korrelation zwischen den Harnsäurewerten im Blut und dem Auftreten von Gicht: Bezogen auf einen Zeitraum von fünf Jahren liegt das Risiko, bei normalen Harnsäurewerten eine Gichterkrankung zu entwickeln, bei etwa 1 %. Bei Patienten mit einer erhöhten Harnsäurekonzentration von mehr als 540 µmol/l beträgt das entsprechende Risiko 22 %. (Eine Erhöhung der Serumharnsäure ist definiert als eine Harnsäurekonzentration von 408 μmol/l (≥ 6,8 mg/dl).)

Entstehung von Gicht

Ein Gichtanfall wird häufig durch einen raschen Anstieg der Harnsäurekonzentration im Blut und Gewebe bei Personen verursacht, die bereits zuvor einen leicht erhöhten Harnsäurespiegel hatten. Diese rasche Zunahme der Harnsäurekonzentration kann zum Beispiel auf den Verzehr purinreicher Nahrungsmittel oder den reichlichen Konsum von Alkohol zurückzuführen sein. Der Anstieg der Harnsäurewerte im Blut und Gewebe führt dazu, dass Salze der Harnsäure (Urate) ausgeschieden werden, die Kristallform annehmen und in einem Gelenk ausgefällt werden können. Diese Kristalle verhalten sich wie „Sand im Getriebe" und lösen eine akute Entzündungsreaktion im Gelenk aus, die dann zum typischen Krankheitsbild führt.

Ursachen

Bei Patienten mit Gicht ist die Ursache in 90 % der Fälle eine verringerte Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren. Bei den allermeisten Erkrankten besteht dafür eine genetische Veranlagung.

Gicht kann heutzutage nicht mehr als „Krankheit der Reichen" bezeichnet werden. Die zunehmende Häufigkeit ist einerseits auf den erhöhten Verzehr fetthaltiger Fleischprodukte und andererseits auf einen geringeren Verzehr von Milchprodukten zurückzuführen. Auch Übergewicht trägt zur höheren Häufigkeit bei.

Zuckerhaltige Fruchtgetränke (Säfte), Softdrinks und gesüßtes Mineralwasser scheinen das Risiko von Gichtanfällen ebenfalls zu erhöhen. In einer großen US-Studie wurde festgestellt, dass das Gichtrisiko bei Personen mit hohem Fleischkonsum (vor allem rotes Fleisch) und einem hohen Anteil von Meeresfrüchten in der Ernährung erhöht ist. Im Gegensatz dazu besteht ein geringeres Risiko bei einer Ernährung, die reich an Milchprodukten mit niedrigem Fettgehalt ist. Ein weiterer wichtiger Risikofaktor ist Alkoholkonsum. Alkohol hemmt die Fähigkeit des Körpers, Harnsäure auszuscheiden. Bier und hochprozentiger Alkohol stellen offenbar ein höheres Risiko dar als Wein. Daher wird empfohlen, wenn überhaupt eher Wein als Bier oder Schnaps zu trinken. Aber auch Wein kann einen Gichtanfall auslösen und muss daher mit Vorsicht genossen werden.

Zu weiteren bekannten Ursachen zählen die Einnahme von Medikamenten mit Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin) oder von Diuretika, also harntreibenden Medikamenten. Auch einige chronische Erkrankungen können zu Gicht führen, zum Beispiel Psoriasis und in seltenen Fällen auch Krebserkrankungen. Es gibt außerdem eine größere Zahl seltener Krankheiten, die zum Entstehen einer Gichterkrankung beitragen können.

Symptome

Ein akuter Gichtanfall ist von Schmerzen, einer starken Schwellung und Rötung des betroffenen Gelenks geprägt. Manche Patienten reagieren auch mit Fieber. Normalerweise beginnt ein Gichtanfall in der Nacht, und die Betroffenen wachen vor Schmerzen auf. Bei mehr als der Hälfte der Anfälle ist das Großzehengrundgelenk betroffen (dann spricht man von Podagra), aber auch andere Gelenke wie Sprunggelenke, Kniegelenke oder Ellenbogengelenke können sich entzünden.

Nach wiederholten Anfällen über mehrere Jahre hinweg kann die Erkrankung in eine chronische Phase mit Entzündungen in mehreren Gelenken übergehen. Die Gichtanfälle sind dann häufig weniger schmerzhaft. Zudem kann es bei der chronischen Form der Gicht unter anderem zu Gelenkdeformitäten, Gelenkzerstörung, Abnahme der allgemeinen Leistungsfähigkeit sowie zu Nierensteinen und Nierenversagen kommen.

Diagnostik

Die Krankengeschichte und die Befunde bei der ärztlichen Untersuchung sind meist ganz typisch. In der überwiegenden Zahl der Fälle ist ein erhöhter Harnsäurespiegel durch eine normale Blutuntersuchung nachweisbar.

Falls erforderlich, kann der Nachweis von Harnsäurekristallen in der Gelenkflüssigkeit erfolgen. Dafür wird mit einer Nadel Gelenkflüssigkeit aus dem Gelenk entnommen (Gelenkpunktion) und unter dem Mikroskop analysiert (siehe Bild). Nadelförmige 

Neben der Blut- und Urinuntersuchung sowie Gelenkpunktion sind weitere mögliche Untersuchungsverfahren bei Gicht ein Ultraschall (Sonographie), Röntgen und eine spezielle Form der Computertomographie (Dual-Energy-CT) der betroffenen Gelenke.

Manchmal betrifft der akute Gichtanfall ein anderes Gelenk als den großen Zeh. Fußknöchel, Knie, Finger und Ellenbogen können ebenfalls angegriffen werden, und bei einigen Patienten treten Entzündungen auch in mehreren Gelenken gleichzeitig auf. Nach dem ersten Gichtanfall kann es viele Monate oder gar Jahre dauern, bis es zu einem erneuten Anfall kommt. Bei manchen Patienten kann die Erkrankung im Laufe der Zeit chronisch werden.

Behandlung

Therapie eines akuten Gichtanfalls

Während des Anfalls muss das betroffene Gelenk ruhig gehalten werden. Kalte Umschläge können Linderung verschaffen. Zusätzlich werden Medikamente eingesetzt. Da Gichtanfälle in der Regel akut einsetzen, sollten betroffene Patienten entsprechende Medikamente immer vorrätig haben.

Normalerweise werden bei Gichtanfällen entzündungshemmende Medikamente wie nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) und/oder Kortison eingesetzt. Diese Medikamente bewirken das Abklingen der Beschwerden des Anfalls im Laufe von ein bis zwei Tagen. Ohne Behandlung können Gichtanfälle 7–10 Tage dauern. Wenn die heftigste Phase des Anfalls vorbei ist, wird die NSAR-Dosis allmählich verringert und das Medikament nach 7–14 Tagen ganz abgesetzt. Falls Patienten NSAR nicht vertragen, gibt es als Alternative z. B. auch Colchicin.

Wenn sich Gichtanfälle häufen und es zu mehreren Anfällen pro Jahr kommt, empfehlen die Ärzte in der Regel eine vorbeugende Behandlung über die Ernährung sowie eine vorbeugende medikamentöse Therapie. Dafür wird ein Medikament mit dem Wirkstoff Allopurinol verordnet, das die Bildung von Harnsäure im Blut hemmt und dadurch Anfälle gänzlich verhindert oder zumindest in ihrer Häufigkeit verringert.

Vorbeugende Behandlung über die Ernährung

Sie können selbst einiges tun, um Gichtanfälle zu vermeiden, indem Sie Lebensmittel meiden, die einen hohen Puringehalt haben (Anchovis, Sardinen, Garnelen, Krabben, Fleisch, fette Saucen, Bohnen, Erbsen, Spargel usw., siehe Nahrungsmittelliste).

Alkohol kann Anfälle auslösen und sollte so weit wie möglich vermieden werden. Dies betrifft alle Arten von Alkohol. Beobachten Sie sich und lernen Sie Ihre Reaktionen kennen. Wenn Sie stark auf eine oder mehrere Arten von Alkohol reagieren, sollten Sie damit besonders vorsichtig sein, insbesondere in Phasen mit Gelenkschmerzen.

Zuckerhaltige Limonaden und Fruchtgetränke mit hohem Fruchtzuckergehalt (Fructose) scheinen ebenfalls Anfälle auslösen zu können. Kalorienarme Light-Produkte dagegen haben offenbar keine negative Wirkung.

Empfohlen wird eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie Milchprodukten mit niedrigem Fettgehalt. Eine Nahrungsergänzung mit Vitamin C kann vorbeugend gegen Gicht wirken.

Es wird außerdem zu körperlicher Aktivität geraten. Bei Übergewicht wird eine Gewichtsreduzierung empfohlen. Es ist darauf zu achten, dass zu Beginn einer intensiven Diät ein erhöhtes Anfallsrisiko besteht.

Um die Nierenfunktion zu erhalten, muss ein möglicherweise zu hoher Blutdruck behandelt werden.

Vorbeugende medikamentöse Therapie

Wenn es zu wiederholten Gichtanfällen kommt, ist eine vorbeugende medikamentöse Therapie zu empfehlen. Der Zweck dieser Therapie ist die Senkung des Harnsäurespiegels im Blut. Dafür stehen unter anderem folgende Medikamente zur Verfügung: Allopurinol, das die Bildung von Harnsäure hemmt, und Probenecid, das die Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren erhöht. 

Das am stärksten verbreitete vorbeugende Medikament ist Allopurinol. Sehr selten kann sich jedoch eine lebensgefährliche Überempfindlichkeit gegen Allopurinol entwickeln (Allopurinol-Hypersensitivitätssyndrom). Eine solche Überempfindlichkeit tritt in den meisten Fällen im Laufe des ersten Monats der Behandlung auf, bei 90 % der davon Betroffenen spätestens im Laufe des ersten halben Jahres. Um diese Nebenwirkung zu vermeiden, wird zu Beginn der Einnahme eine niedrige Dosierung empfohlen.

Langfristige medikamentöse Therpaie

Für die Langzeittherapie der Gicht ist Allopurinol ebenfalls Mittel der ersten Wahl. Teilweise wird Allopurinol in Kombination mit Lesinurad verschrieben (Lesinurad ist allerdings z. B. bei schwerer Niereninsuffizienz kontraindiziert). Anstelle von Allopurinol wird manchmal Febuxostat gegeben, das zu der selben Stoffgruppe wie Allopurinol gehört. Alternativ wird bei Gicht für die langfristige Therapie Probenecid angewandt. Die Wahl der Medikamente wird zusammen mit den Ärzten individuell getroffen.

Prognose

Gicht kann bei einigen Patienten auch ohne die typischen Anfälle mit akuten Schmerzen chronisch werden. Unbehandelt kann die Erkrankung zur Ablagerung von Harnsäurekristallen in der Haut (Tophi) führen, z. B. an den Ohren und auf der Rückseite der Ellenbogen. Eine erhöhte Ausscheidung von Harnsäure kann auch zur Bildung von Nierensteinen (Nephrolithiasis) führen, die eine Nierenkolik auslösen können.

Mit den heutigen Behandlungsmöglichkeiten können die meisten Patienten aber ein normales Leben ohne negative Auswirkungen auf die Lebensqualität führen.

Weitere Informationen

 Autoren

  • Marie-Christine Fritzsche, Ärztin, Freiburg

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Gicht. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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