Stillen und Drogenkonsum

Stillende Mütter sollten die Einnahme von Drogen vermeiden, da diese in die Milch übergehen.

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Stillende Mütter sollten die Einnahme von Drogen vermeiden, da diese in die Milch übergehen. Sie können sich negativ auf die Milchproduktion, die Milchmenge, die Zusammensetzung der Milch und den Milchfluss auswirken. Darüber hinaus können sie den Säugling direkt schädigen. Jede Droge, die dazu führt, dass das Neugeborene träge/schläfrig wird, kann zum plötzlichen Kindstod beitragen.

Expertengruppen fordern daher stillende Mütter nachdrücklich auf, die Einnahme von Drogen zu vermeiden, da sie sowohl für das gestillte Kind als auch für die Gesundheit der Mutter eine Gefahr darstellen.

Schädliche Auswirkungen

Zu den Drogen, die dem Säugling schaden, wenn die Mutter sie verwendet, zählen z. B.:

  • Amphetamin – kann Reizbarkeit und Schlafstörungen beim Säugling verursachen.
  • Kokain – kann zu Kokainvergiftung, Reizbarkeit, Erbrechen, Durchfall, Zittern und Krämpfen führen.
  • Heroin – Zittern, Rastlosigkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit/schlechte Nahrungsaufnahme
  • Cannabis
  • Crystal Meth und andere neue (und ältere) synthetische Drogen.

Neben den direkten negativen Folgen für das Kind ist ein weiterer wichtiger Punkt, dass eine Mutter, die unter Drogeneinfluss steht, möglicherweise nicht in der Lage ist, angemessen auf ihr Kind zu achten. Nimmt eine Mutter Drogen, ist wahrscheinlich ihr Urteilsvermögen beeinträchtigt und sie ist evtl. zeitweise übermüdet und erschöpft, sodass sie nicht ausreichend auf die Bedürfnisse und den Zustand ihres Kindes reagieren kann.

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Autoren

  • Susanne Meinrenken, Dr. med., Bremen