Intrauteriner Fruchttod

Zusammenfassung

  • Definition:Das intrauterine Versterben eines Fetus in der 2. Schwangerschaftshälfte. Die Ursache kann beim Fetus oder bei der Mutter liegen. In etwa 25 % der Fälle wird ein Chromosomendefekt als Erklärung vermutet. In 20–30 % der Fälle kann keine Ursache ausgemacht werden. Wird der verstorbene Fetus geboren und liegt das Geburtsgewicht über 500 g, spricht man von einer Totgeburt.
  • Häufigkeit:Eine Totgeburt tritt bei 0,3–0,4 % der Schwangerschaften auf.
  • Symptome:Zu den Symptomen des intrauterinen Fruchttodes zählen fehlende Kindsbewegungen und ein fehlendes Wachstum.
  • Befunde:Die Diagnose wird per Ultraschall gestellt.
  • Diagnostik:Nach einer Totgeburt werden eine Obduktion des Kindes und Untersuchungen der Mutter empfohlen, um eine mögliche Erklärung für das Ereignis zu finden.
  • Therapie:Die Behandlung besteht in in einer ausführlichen Aufklärung, der Betreuung der Totgeburt, dem Abstillen, einem sorgfältigen Follow-up und ggf. einer Psychotherapie.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Von einer Totgeburt spricht man, wenn der Fetus mit einem Gewicht von mehr als 500 g tot geboren wird.1
  • Eine Lebendgeburt liegt – unabhängig vom Geburtsgewicht – vor, wenn beim Kind postpartal das Herz geschlagen, die Nabelschnur pulsiert oder die Atmung eingesetzt hat.
  • Der Verlust eines Fetus gilt als Abort, wenn keines der Merkmale einer Lebendgeburt vorliegt und das Geburtsgewicht weniger als 500 g beträgt.
  • Der Verlust eines Fetus im 2. Trimester, d. h. zwischen der 13. und 27. Schwangerschaftswoche, ist selten.2

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen, Prognose

Patienteninformation