Vorzeitiger Blasensprung

Zusammenfassung

  • Definition:Ein spontaner Blasensprung vor der Geburt, ohne dass Anzeichen von Wehen vorliegen.
  • Häufigkeit:Bei 6–12 % der Gebärenden kommt es unmittelbar vor der Geburt zu einem spontanen Blasensprung, ohne dass eine Wehentätigkeit besteht.
  • Symptome:Dadurch erhöht sich das Risiko einer Frühgeburt, und es kann zu einer Reihe anderer perinataler und neonataler Komplikationen kommen. Die fetale Sterblichkeit liegt bei 1–2 %. Bei 3 % der Patientinnen kommt es vor der 37. SSW zu einem spontanen Blasensprung. Dieser ist für 1/3 aller Frühgeburten verantwortlich.
  • Befunde:Bei Verdacht auf einen vorzeitigen Blasensprung sind die Patientinnen einzuweisen. 
  • Diagnose:Im Krankenhaus werden eine vaginale Inspektion durchgeführt und weitere Untersuchungen und die Überwachung bzw. weitere Therapie eingeleitet.
  • Behandlung:Bei einem vorzeitigen Blasensprung vor der 37. SSW sind in der Regel eine aktive Behandlung, Antibiotikaprophylaxe und ggf. eine Einleitung der Geburt notwendig. Vor der 34. SSW erfolgt zudem die Lungenreifeinduktion mittels Kortikosteroiden, bei Wehentätigkeit die Tokolyse für maximale 48 Stunden, bis zur Vollendung der medikamentösen Lungenreifeinduktion.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Internationale Bezeichnungen
    • Prelabour rupture of membranes, PROM: Ein spontaner Blasensprung vor der Geburt, ohne dass Anzeichen von Wehen vorliegen (vorzeitiger Blasensprung).
    • Preterm prelabour rupture of membranes, pPROM: Ein spontaner Blasensprung vor SSW 37+0, ohne dass Anzeichen von Wehentätigkeit vorliegen1(früher vorzeitiger Blasensprung).
  • Durch einen vorzeitigen Blasensprung erhöht sich das Risiko einer Frühgeburt, und es kann zu einer Reihe anderer perinataler und neonataler Komplikationen kommen. Die fetale Sterblichkeit liegt bei 1–2 %.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen