CT der Bauchhöhle

Eine CT beruht auf Röntgenstrahlen, wird aber nicht nur zur Darstellung von Knochenstrukturen eingesetzt. Die Untersuchung unterscheidet auch zwischen den verschiedenen inneren Organen, dem sogenannten Weichgewebe, z. B. Organe in der Bauchhöhle.

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Was ist eine CT?

CT ist die Abkürzung für Computertomografie. Die CT-Bilder werden mit dem gleichen Typ Röntgenstrahlen erzeugt wie herkömmliche Röntgenaufnahmen. Die CT-Technik unterscheidet sich vom Röntgen dadurch, dass sie fortschrittlichere Verfahren einsetzt, um Strahlen als gewöhnlichen Film aufzuzeichnen. Ein Computer setzt die Daten zu einem Bild zusammen. Röntgenquellen und die Teile, die die Strahlen auffangen, Röntgenempfänger oder Detektoren, bewegen sich um das Gebiet, das abgebildet wird, sodass die Darstellung im Querschnitt und dreidimensional möglich ist. Der Vorteil dieser Methode ist, dass sehr kleine Veränderungen erkannt werden können, Der Vorteil dieser Methode ist, dass sehr kleine Veränderungen erkannt werden können, und es lassen sich im Gegensatz zum Röntgen, wo in erster Linie Knochengewebe dargestellt wird, Aufnahmen vom Weichgewebe erzeugen.

CT-Bilder sind schwarz-weiß. Die Organe werden in verschiedenen Grautönen dargestellt. Gewebe mit niedriger Dichte, zum Beispiel luftgefüllte Hohlräume, erscheinen als dunkle oder schwarze Abschnitte. Gewebe mit höherer Dichte wird in helleren Grautönen angezeigt. Je höher die Dichte, desto heller. Knochen werden weiß angezeigt.

Die Strahlenbelastung ist größer als bei herkömmlichen Röntgenuntersuchungen, aber dieser Nachteil wird ausgeglichen, da der Arzt eine wesentlich höhere Ausbeute (weitere Informationen) durch die CT erhält. Man bekommt einfach bessere Aufnahmen.

CT der Bauchhöhle

Da die CT zwischen verschiedenen inneren Organen unterscheiden kann, dem sogenannten Weichgewebe, kann eine CT des Abdomens detaillierte Querschnittsbilder der Organe in der Bauchhöhle, z. B. von der Leber und Gallenwege, der Milz, der Bauchspeicheldrüse, den Nieren und Harnwegen erstellen. Die Bilder erscheinen in verschiedenen Grautönen. Je heller der Schatten, desto höher ist die Röntgendichte des Gewebes oder der Struktur. Knochen werden weiß dargestellt, während Luft schwarz ist. Die Bildqualität kann durch die gleichzeitige Anwendung einer Kontrastmittelinjektion verbessert werden.

Wann wird eine CT des Abdomens durchgeführt?

Die CT des Abdomens wird in erster Linie bei der Diagnose von Erkrankungen oder Beschwerden eingesetzt, bei denen andere Methoden unzureichend sind. Dies gilt insbesondere für den Nachweis von Tumoren und Entzündungen. Siehe auch die Diskussion über CT-Untersuchungen der einzelnen Organe.

Untersuchung

Die CT kann auf zwei verschiedene Arten durchgeführt werden: Im Rahmen einer Reihe von Einzelbildern oder als kontinuierliche Aufnahme mit einer sogenannten Spiral-CT.

Serie von Einzelaufnahmen

Das Abdomen wird in vielen horizontalen Schichten abgebildet, sogenannte Querschnittsaufnahmen. Nach und nach wird eine Querschnittsaufnahme erstellt. Während beim herkömmlichen Röntgen ein zweidimensionales Bild der Organe, die im vorderen Teil des Körpers über den hinteren Organen liegen, aufgenommen wird, produziert die CT Aufnahmen ohne Organe, die andere Organe überschatten. Durch die Verarbeitung der Aufnahmesignale in einem Computer kann man die Schnitte wie gewünscht zusammensetzen, z. B. einen Ausschnitt oder ein dreidimensionales Bild. Die Kontrastmittelinjektion kann Tumore und entzündliche Erkrankungen durch das Sichtbarmachen der Blutversorgung besser darstellen.

Spiral-CT

Bei der Spiral-CT wird der Patient kontinuierlich durch ein Strahlungsfeld durch zirkulierende Bewegungen der Röntgenquelle und des Detektors bewegt. Dies bedeutet, dass größere Bereiche während einer Sitzung in kürzerer Zeit gescannt werden können. Die Aufzeichnungen werden somit in einer Spirale gemacht. Die Informationen werden von einem Computer gespeichert und verarbeitet. Der Computer verwendet diese Informationen, um Schnittbilder und möglicherweise dreidimensionale Bilder zu erstellen.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Dies kann von Radiologie zu Radiologie variieren. Die Informationen, die Sie von Ihrer Radiologie erhalten, haben für Sie Gültigkeit. Meistens verläuft die Untersuchung wie unten erläutert.

In der Regel wird der Patient gebeten, bis zu zwei Stunden vor der Untersuchung eine spezielle Kontrastmittellösung zu trinken. Die Lösung erleichtert die Unterscheidung des Darms vom übrigen Gewebe.

Der Patient wird liegend auf einem motorisierten Tisch untersucht, auf dem er in eine ringförmige Öffnung geschoben wird. Er muss während der Untersuchung ganz ruhig liegen, damit die Aufnahmen nicht unscharf werden. Während der Bildaufnahmen wird er angewiesen, den Atem anzuhalten.

Apparatur, Röntgenquellen und Röntgenempfänger bewegen sich im Ringtunnel um ihn herum, während Aufnahmen erstellt werden. Die Bilder werden auf einem Bildschirm angezeigt, wodurch einzelne Bilder erneut aufgenommen werden können, wenn sie eine schlechte Qualität haben. Bestimmte Bereiche des Körpers können heller dargestellt werden, indem der Patient ein Kontrastmittel ins Blut gespritzt bekommt. Viele haben ein Wärmeempfinden im Körper, wenn das Kontrastmittel injiziert wird, aber es gibt nur wenige, die stärker darauf reagieren (in der Regel Unwohlsein, Übelkeit und möglicherweise Erbrechen). Durch langsames und tiefes Atmen kann der Patient die Beschwerden lindern.

Patientenvorbereitung

In der Regel wird ihm empfohlen, vier Stunden vor der Untersuchung nichts zu essen, wenn ein Kontrastmittel verabreicht werden soll. Das wird gemacht, um einem Unwohlsein aufgrund der Kontrastmittelgabe vorzubeugen.

Schwangere Patientinnen müssen den behandelnden Arzt über ihre Schwangerschaft unterrichten. Während der Schwangerschaft sollte man mit einer CT-Untersuchung zurückhaltend sein. Sowohl der überweisende Arzt als auch die Radiologieabteilung werden beurteilen, wie notwendig die Untersuchung ist.

Auch Allergien sollten mitgeteilt werden. Auf diese Weise bietet die Radiologie eine bessere Möglichkeit, die Notwendigkeit für den Einsatz von Kontrastmitteln zu beurteilen und/oder vorbeugende Maßnahmen zu treffen. Dies gilt insbesondere, wenn Sie allergische Reaktionen auf frühere Kontrastmittel gezeigt haben.

Wenn Sie Diabetes (Zuckerkrankheit) haben und Medikamente wie Glucophage/Metformin Orabet benötigen und ein Kontrastmittel aufgrund der CT verabreicht werden soll, wird Ihnen mitgeteilt, ob Sie diese Tabletten vorübergehend absetzen sollen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Nieren nicht überlastet werden.

Auch bei Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung oder Myelomatose ist eine spezielle radiologische Untersuchung erforderlich.

Klaustrophobische Reaktionen können vorkommen, aber die meisten Patienten haben während der Untersuchung keine Beschwerden. Patienten, die sehr ängstlich sind, erhalten eine Beruhigungsspritze. Patienten mit starken Schmerzen bekommen Schmerzmittel.

Metallgegenstände wie Knöpfe, Reißverschlüsse, Gürtel, Schmuck etc. müssen aus dem Arbeitsbereich entfernt werden, um die bestmögliche Bildqualität zu gewährleisten.

Welche Befunde sind möglich?

Pseudozyste in der Bauchspeicheldrüse
Pseudozyste in der Bauchspeicheldrüse

Die Untersuchung liefert eine gute Darstellung von Verdichtungen, Knötchen, Tumoren und Zysten. Die CT kann eine Anzahl von Veränderungen zeigen, die auf einer Röntgenaufnahme übersehen werden können. Eine Kontrastmittelinjektion ins Blut kann die Bildinformationen verbessern.

Morbus Hodgkin und vergrößerte Lymphknoten im Bauchraum können nachgewiesen werden. In der Leber kann der Radiologe u. a. Lebererkrankungen, wie Leberzirrhose, Fettleber, ein Karzinom und Ansiedlungen (Metastasen), erkennen. In der Bauchspeicheldrüse können Karzinome oder Entzündungen gesehen werden.

Manchmal sind weitere Untersuchungen wie Ultraschall, MRT oder Angiografie erforderlich.

Weiterführende Informationen

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel CT, Abdomen. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

 
  1. Bundesärztekammer. Leitlinie zur Qualitätssicherung in der Computertomographie. Berlin 2007.www.drg.de
  2. Schreyer AG, Wessling J, Kinner S, Juchems MS, Holzapfel K, Lauenstein TC, Konietzke P, Grenacher L. Abdominalradiologie im deutschsprachigen Raum – Teil 1: Gastrointestinaltrakt. Fortschr Röntgenstr 2016; 188(02): 134-145. DOI: 10.1055/s-0041-104892.www.diagnostik-muenchen.de
  3. Schreyer AG, Wessling J, Kinner S, Juchems MS, Holzapfel K, Lauenstein TC, Konietzke P, Grenacher L. Abdominalradiologie im deutschsprachigen Raum – Teil 2: Parenchymatöse Oberbauchorgane.Fortschr Röntgenstr 2016; 188(03): 245-252. DOI: 10.1055/s-0041-105411.www.diagnostik-muenchen.de
  4. Schreyer AG, Wessling J, Grenacher L. Versorgungsrealität vs. leitliniengerechte Bildgebung in der Abdominalradiologie im deutschsprachigen Raum: Ergebnisse einer Online-Umfrage. Fortschr Röntgenstr 2016; 188(03): 268-279. DOI: 10.1055/s-0041-111846.www.diagnostik-muenchen.de