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Hämolytische Anämien

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Definition:
Anämien, die durch eine verkürzte Lebensdauer der Erythrozyten gekennzeichnet sind. Sie können angeboren oder erworben sein. Man unterscheidet korpuskuläre von extrakorpuskulären Ursachen: immunvermittelt, durch Infektion ausgelöst, Mikroangio-, Enzymo-, Membrano- oder Hämoglobinopathie.
Häufigkeit:
Relativ selten bei Menschen mitteleuropäischer Abstammung. In Afrika, Asien und dem Mittelmeergebiet häufiger.
Symptome:
Anämiesymptome in Verbindung mit Ikterus oder Hämaturie.
Befunde:
Bei chronischer Hämolyse evtl. Lymphadenopathie, Hepatosplenomegalie, Cholestase, Choledocholithiasis.
Diagnostik:
Labor: Anämie. Retikulozytose, niedriges Haptoglobin, erhöhtes indirektes Bilirubin, erhöhte LDH, evtl. Folsäure- und Eisenmangel.
Therapie:
Abhängig von der Ursache. Korrektur der Anämie. Glukokortikoide, Immunsuppression, Splenektomie können indiziert sein.
  • Thomas M. Heim, Dr. med., Wissenschaftsjournalist, Freiburg
  • Nicola Herzig, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Sandnes (Norwegen)
  • Birgit Wengenmayer, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Freiburg