Thymom

Zusammenfassung

  • Definition:Tumor des Thymusepithels, der mit paraneoplastischen Syndromen, speziell der Myasthenia gravis, assoziiert ist.
  • Häufigkeit:Selten, Thymome machen etwa 0,2–1,5 % aller Krebserkrankungen aus.
  • Symptome:Meist asymptomatisch oder paraneoplastische Symptome, im Verlauf Kompressionssymptome.
  • Befunde:Im fortgeschrittenen Stadium obere Einflussstauung, Phrenicusparese und/oder kardiorespiratorische Symptome.
  • Diagnostik:Röntgen, CT, MRT, PET-CT, Biopsie.
  • Therapie:Die Behandlung ist primär chirurgisch. In fortgeschritteneren Stadien sind auch Zytostatika und Strahlentherapie indiziert.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Thymome sind epitheliale Tumoren, die sich wahrscheinlich von epithelialen Stammzellen des Thymus ableiten.1
  • Thymome sind die häufigsten primären Tumoren im vorderen oberen Mediastinum.2-4
  • Man unterscheidet benigne und maligne Thymome sowie Thymuskarzinome.5
    • Seit 2016 werden fast aller Thymomtypen als maligne Tumoren eingestuft.
      • Ausnahmen bilden das mikronoduläre Thymom mit lymphoidem Stroma, das mikroskopische Thymom und das Fibrolipoadenom.
    • Thymuskarzinome machen etwa 1/5 aller Thymustumoren aus. Im Gegensatz zu den Thymomen zeigen sie keine organtypische Morphologie mehr auf, besitzen ein aggressiveres Verhalten und haben eine wesentlich schlechtere Prognose.6
  • Thymome sind in über 40 % der Fälle mit paraneoplastischen Syndromen assoziiert, in 90 % ist dies die Myasthenia gravis.7

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle18

Patienteninformationen