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Hyperglykämisches hyperosmolares Syndrom

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Definition:
Lebensbedrohliche Komplikation des Diabetes mellitus (insbesondere Typ 2) mit Hyperglykämie, Hyperosmolarität und Dehydrierung. In Abgrenzung zur diabetischen Ketoazidose (DKA) jedoch ohne Ketoazidose.
Häufigkeit:
Gehäuft bei älteren Patient*innen mit Typ-2-Diabetes. Insgesamt aber selten, weniger als 1 % aller diabetesbedingten stationären Einweisungen.
Symptome:
Polyurie, Polydipsie, Schwäche, Sehstörungen, kognitive Einschränkungen, z. B. Konzentrationsschwierigkeiten.
Befunde:
Exsikkose, Hypotonie, Tachykardie, Bewusstseinseintrübung bis Koma, Nierenversagen, fokale oder generalisierte Krampfanfälle.
Diagnostik:
Diagnostische Kriterien sind Plasma-Glukose > 600 mg/dl, Osmolalität > 320 mosm/kg und Abwesenheit einer Ketoazidose.
Therapie:
Intensivmedizinische stationäre Therapie. Intravenöse Rehydrierung erste und wichtigste Maßnahme. Zudem Ausgleich von Elektrolytstörungen, ggf. Insulingabe und Diagnostik und Therapie von auslösenden Ursachen.
  • Lino Witte, Dr. med., Arzt in Weiterbildung Allgemeinmedizin, Frankfurt a. M.