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Osteoporose

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Definition:
Systemische Skeletterkrankung, die aufgrund niedriger Knochenmasse und veränderter Mikroarchitektur des Knochens zu erhöhtem Frakturrisiko führt.
Häufigkeit:
In Deutschland ca. 5 Mio. Frauen und 1 Mio. Männer betroffen. Ganz überwiegend postmenopausale Frauen und Männer > 50 Jahre, exponentieller Anstieg mit dem Alter.
Symptome:
Lange asymptomatisch, Klinik geprägt durch Frakturen und ihre Folgen (Schmerzen, Funktionsminderung, Immobilisierung).
Befunde:
Verminderung der Körpergröße, verminderter Rippen-Becken-Abstand, Kyphosierung, Einschränkungen von Beweglichkeit und Mobilität.
Diagnostik:
Bei Risikokonstellation mit 10-Jahres-Frakturrisiko > 20 % wird eine Basisdiagnostik empfohlen: Anamnese/Befund, Labor, Knochendichtemessung mittels DXA (Dual-Energy X-Ray Absorptiometry), ggf. Röntgen zum Frakturnachweis.
Therapie:
Basistherapie mit Lebensstilmodifikation und ausreichender Zufuhr von Kalzium und Vitamin D. Spezifische medikamentöse Therapie zur zur Frakturprävention vor allem mit Biphosphonaten. Ergänzend Physiotherapie zur Verbesserung von Kraft und Mobilität sowie Minderung des Sturzrisikos.
  • Michael Handke, Prof. Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin, Freiburg i.Br.
  • Erika Baum, Prof. Dr. med., Professorin für Allgemeinmedizin, Biebertal (Review)