Osteoporose

Zusammenfassung

  • Definition:Systemische Skeletterkrankung, die aufgrund niedriger Knochenmasse und veränderter Mikroarchitektur des Knochens zu erhöhtem Frakturrisiko führt.
  • Häufigkeit:In Deutschland ca. 5 Mio. Frauen und 1 Mio. Männer betroffen. Ganz überwiegend postmenopausale Frauen und Männer > 50 Jahre, exponentieller Anstieg mit dem Alter.
  • Symptome:Lange asymptomatisch, Klinik geprägt durch Frakturen und ihre Folgen (Schmerzen, Funktionsminderung, Immobilisierung).
  • Befunde:Verminderung der Körpergröße, verminderter Rippen-Becken-Abstand, Kyphosierung, Einschränkungen von Beweglichkeit und Mobilität.
  • Diagnostik:Bei Risikokonstellation mit 10-Jahres-Frakturrisiko > 20 % wird eine Basisdiagnostik empfohlen: Anamnese/Befund, Labor, Knochendichtemessung mittels DXA (Dual-Energy X-Ray Absorptiometry), ggf. Röntgen zum Frakturnachweis.
  • Therapie:Basistherapie mit Lebensstilmodifikation und ausreichender Zufuhr von Kalzium und Vitamin D. Spezifische medikamentöse Therapie zur zur Frakturprävention vor allem mit Biphosphonaten. Ergänzend Physiotherapie zur Verbesserung von Kraft und Mobilität sowie Minderung des Sturzrisikos.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Die Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, charakterisiert durch eine:2
    1. niedrige Knochenmasse
    2. mikroarchitektonische Verschlechterung des Knochengewebes.
  • Folge der Erkrankung ist ein Anstieg der Knochenfragilität und der Neigung zu Frakturen.2
    • Bei bereits aufgetretenen Frakturen spricht man von manifester Osteoporose.
  • Operationale Definition der WHO für das Vorliegen einer Osteoporose3-4
    • Knochenmineralgehalt < –2,5 Standardabweichungen vom Mittelwert einer 20- bis 29-jährigen Frau 
      • Angabe als T-Score: Anzahl der Standardabweichungen 
    • Die Knochendichtemessung erfolgt an der Lendenwirbelsäule und/oder am Femur mittels DXA (Dual-Energy X-Ray Absorptiometry).
    • Die auf dem T-Score beruhende operationale Definition gilt erst nach Ausschluss anderer Erkrankungen mit Verminderung des Mineralgehalts.
  • Die Diagnose einer Osteoporose stützt sich zwar weitgehend auf eine niedrige Knochendichte als wesentlicher Komponente der Osteoporose, klinische Beurteilung und insbesondere Therapieentscheidungen erfolgen aber unter Berücksichtigung des individuellen Risikoprofils.2

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Verlaufskontrolle

Patienteninformationen

Illustrationen