Zum Hauptinhalt springen

Augenveränderungen infolge einer Hyperthyreose (endokrine Orbitopathie)

Zuletzt aktualisiert:

Zuletzt überarbeitet:

Zuletzt überarbeitet von:



Definition:
Eine endokrine Orbitopathie (EO) ist die häufigste extrathyreoidale Manifestation des M. Basedow und äußert sich als Exophthalmus, der auf eine Entzündung und Schwellung im retroorbitalen Muskel- und Fettgewebe zurückzuführen ist.
Häufigkeit:
Prävalenz 0,5–2 %, vorrangig Frauen zwischen 40–50 Jahren.
Symptome:
Schwellungen im Bereich der Augen, Schmerzen und Druckgefühl hinter den Augen, Schmerzen beim Bewegen der Augen, sklerale Injektionen und Lichtscheu. Im weiteren Verlauf entwickelt sich ein Exophthalmus.
Befunde:
Ein periorbitales Ödem, eine Lidretraktion, eine konjunktivale Injektion sowie ein Ödem und ein Hervortreten der Augäpfel können vorliegen.
Diagnostik:
Funktion der Schilddrüse prüfen. Augenärztliche Vorstellung.
Therapie:
Bei leichter Krankheitsausprägung erfolgt eine konservative Therapie, die Supplementation mit Selen könnte sich günstig auf den Krankheitsverlauf auswirken. Schwere Verläufe werden mit Glukokortikoiden, einer Orbitabestrahlung und evtl. operativ behandelt.
  • Lino Witte, Dr. med., Arzt in Weiterbildung, Innere Medizin, Frankfurt
  • Caroline Beier, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Hamburg