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Subklinische Hypothyreose

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Definition:
Eine subklinische Hypothyreose (SH) liegt vor, wenn das TSH im Serum über dem Referenzbereich und das FT4 innerhalb des Referenzbereichs liegt.
Häufigkeit:
Prävalenz von 3–10 % in der Bevölkerung. Frauen und Ältere häufiger betroffen.
Symptome:
Oft liegen keine typischen Symptome einer Hypothyreose vor, bei vielen Patient*innen können jedoch allgemeine Symptome eines herabgesetzten Stoffwechsels beobachtet werden.
Befunde:
In der Regel ergeben sich aus der klinischen Untersuchung keine spezifischen Befunde.
Diagnostik:
TSH im Serum > 4 mU/l, FT3 und FT4 sind normal. Bei einem erhöhten Anti-TPO-Spiegel steigt die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung einer primären Hypothyreose.
Therapie:
Hormonsubstitution wird bei symptomatischen Patient*innen, Kinderwunsch, Schwangerschaft sowie einem TSH-Spiegel über 10 mU/l  empfohlen. Insbesondere bei älteren Patient*innen Abwägung der Vor- und Nachteile einer Hormonsubstitution.
  • Lino Witte, Dr. med., Arzt in Weiterbildung, Innere Medizin, Frankfurt
  • Marlies Karsch-Völk, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, München