Subklinische Hypothyreose

Zusammenfassung

  • Definition:Eine subklinische Hypothyreose (SH) liegt vor, wenn das TSH im Serum über dem Referenzbereich und das FT4 innerhalb des Referenzbereichs liegt.
  • Häufigkeit:Prävalenz von 3–10 % in der Bevölkerung. Frauen und Ältere häufiger betroffen.
  • Symptome:Oft liegen keine typischen Symptome einer Hypothyreose vor, bei vielen Patient*innen können jedoch allgemeine Symptome eines herabgesetzten Stoffwechsels beobachtet werden.
  • Befunde:In der Regel ergeben sich aus der klinischen Untersuchung keine spezifischen Befunde.
  • Diagnostik:TSH im Serum > 4 mU/l, FT3 und FT4 sind normal. Bei einem erhöhten Anti-TPO-Spiegel steigt die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung einer primären Hypothyreose.
  • Therapie:Hormonsubstitution wird bei symptomatischen Patient*innen, Kinderwunsch, Schwangerschaft sowie einem TSH-Spiegel über 10 mU/l  empfohlen. Insbesondere bei älteren Patient*innen Abwägung der Vor- und Nachteile einer Hormonsubstitution.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Erkrankung mit folgender biochemischer Definition:2-4
    • TSH > 4 mU/l sowie FT4/FT3 innerhalb des Referenzbereiches
  • Zwar liegen keine typischen Symptome einer Hypothyreose vor, bei vielen Patient*innen können jedoch allgemeine Symptome eines herabgesetzten Stoffwechsels beobachtet werden.
  • Die subklinische Hypothyreose (SH) ergibt sich infolge einer leichten Unterproduktion von Thyroxin. Die Erkrankung kann vorübergehend, z. B. nach Infektionen, auftreten und normalisiert sich in diesen Fällen spontan. Es kann sich jedoch auch eine primäre Hypothyreose entwickeln, die häufig auf eine zugrunde liegende Thyreoiditis zurückzuführen ist.
  • Die Erkrankung war Gegenstand kontroverser Diskussionen, und lange bestand keine Einigkeit bezüglich ihrer Definition, ihres natürlichen Verlaufs und des Behandlungsbedarfs.5

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose

Patienteninformationen