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Thyreotoxische Krise

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Definition:
Lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung auf dem Boden einer nicht bekannten oder nicht suffizient behandelten Hyperthyreose (M. Basedow, funktionelle Autonomie), häufig ausgelöst durch hohe Jodzufuhr, physischen oder psychischen Stress.
Häufigkeit:
Inzidenz von 0,8–1,4 Fällen pro 100.000 Einw.
Symptome:
Leitsymptome sind myasthenische Muskelschwäche, kardiovaskuläre Symptome (z. B. Palpitationen und Tachykardien) sowie Hyperthermie und zentralnervöse Symptomatik (Verwirrung, Unruhe, Bewusstseinsverlust).
Befunde:
Es können evtl. Struma, Handtremor, feuchte und warme Haut, kognitive Veränderungen und Bewusstseinsverlust vorliegen.
Diagnostik:
Klinische Diagnose, da die Schilddrüsenwerte bei einer thyreotoxischen Krise vergleichbar sind mit einer unkomplizierten Thyreotoxikose.
Therapie:
Intensivmedizinische Therapie mit Hemmung eines jeden pharmakologisch angehbaren Schritts in der Schilddrüsenhormonproduktion und -wirkung; ggf. notfallmäßige Thyreoidektomie.
  • Lino Witte, Dr. med., Arzt in Weiterbildung, Innere Medizin, Frankfurt
  • Caroline Beier, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Hamburg