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Hyperlipidämie

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Definition:
Hyperlipidämie ist ein Sammelbegriff. Die Tauglichkeit dieses Begriffes ist etwas fraglich – bis auf eine massive Hypercholesterinämie ist die prognostische Bedeutung von Lipiderhöhungen unklar.
Häufigkeit:
Die von den Laboren angegebenen Grenzwerte für Cholesterin sind problematisch. Sie berücksichtigen nicht, dass es an das Alter angepasste Grenzwerte geben müsste.
Symptome:
Eine Hyperlipidämie führt meist nicht zu Symptomen, aber sie kann das Infarktrisiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung erhöhen. Sehr hohe Triglyzeridwerte bergen zudem ein Risiko für Pankreatitis und Fettleber-Hepatitis.
Befunde:
Normalerweise unauffälliger klinischer Befund. Xanthome und Xanthelasmen können bei familiärer Hypercholesterinämie auftreten.
Diagnostik:
Obwohl nicht unbedingt sinnvoll, werden bei der Gesundheitsuntersuchung nach § 25 SGB V Gesamt-, HDL-, LDL-Cholesterin und Triglyzeriden bestimmt.
Therapie:
Primärpräventiv stehen Ernährungsveränderungen und regelmäßige physische Aktivität im Vordergrund. Eine Statintherapie ist nur bei erhöhtem kardiovaskulärem Risiko zu erwägen. Nur bei Statinunverträglichkeit kann auf Reservepräparate zurückgegriffen werden.
  • Lino Witte, Dr. med., Arzt in Weiterbildung, Innere Medizin, Frankfurt
  • Günther Egidi, Dr. med., Facharzt für Allgemeinmedizin, Bremen (Review)