Hyperlipidämie

Zusammenfassung

  • Definition:Hyperlipidämie ist ein Sammelbegriff. Die Tauglichkeit dieses Begriffes ist etwas fraglich – bis auf eine massive Hypercholesterinämie ist die prognostische Bedeutung von Lipiderhöhungen unklar.
  • Häufigkeit:Die von den Laboren angegebenen Grenzwerte für Cholesterin sind problematisch. Sie berücksichtigen nicht, dass es an das Alter angepasste Grenzwerte geben müsste.
  • Symptome:Eine Hyperlipidämie führt meist nicht zu Symptomen, aber sie kann das Infarktrisiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung erhöhen. Sehr hohe Triglyzeridwerte bergen zudem ein Risiko für Pankreatitis und Fettleber-Hepatitis.
  • Befunde:Normalerweise unauffälliger klinischer Befund. Xanthome und Xanthelasmen können bei familiärer Hypercholesterinämie auftreten.
  • Diagnostik:Obwohl nicht unbedingt sinnvoll, werden bei der Gesundheitsuntersuchung nach § 25 SGB V Gesamt-, HDL-, LDL-Cholesterin und Triglyzeriden bestimmt.
  • Therapie:Primärpräventiv stehen Ernährungsveränderungen und regelmäßige physische Aktivität im Vordergrund. Eine Statintherapie ist nur bei erhöhtem kardiovaskulärem Risiko zu erwägen. Nur bei Statinunverträglichkeit kann auf Reservepräparate zurückgegriffen werden.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Der Begriff „Hyperlipidämie“ umfasst alle Formen von erhöhten Blutfettwerten.
  • Der Fettstoffwechsel kann in vielfältiger Weise gestört sein. Von besonderer Bedeutung sind dabei erhöhte Werte des Gesamtcholesterins und der Low-Density-Lipoproteine (LDL) sowie ein niedriger Spiegel an High-Density-Lipoproteinen (HDL).
    • Diese Fette haben einen Einfluss auf die Entstehung der Atherosklerose sowie ihrer Folgeerkrankungen, und sie sind therapeutisch behandelbar.3
  • Trotz rückläufiger Tendenz gehören die kardiovaskulären Erkrankungen auch heute noch zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland.4
  • Alle aktuellen Leitlinien zur Prävention atherosklerotischer kardiovaskulärer Erkrankungen (ASCVD) in der klinischen Praxis empfehlen die Einschätzung des kardiovaskulären Gesamtrisikos.5
    • Die Prävention von ASCVD bei einer bestimmten Person sollte ihr kardiovaskuläres Gesamtrisiko einbeziehen: Je höher das Risiko, desto intensiver sollten die Maßnahmen sein.
  • Die Entscheidung für eine lipidsenkende Therapie kann somit nur unter Einbeziehung aller Risikofaktoren und nicht allein anhand eines erhöhten Lipidspiegels getroffen werden.

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikation und Prognose

Verlaufskontrollen unter medikamentöser Therapie

Patienteninformationen

Illustrationen

Quellen