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Diabetes, Typ 2, hoher Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie)

Die Ursache eines hohen Blutzuckers (Plasmaglukose) ist häufig eine schlechte Regulierung des Blutzuckerspiegels. Mit regelmäßigen Messungen des Blutzuckers kann einer Hyperglykämie am besten vorgebeugt werden.

Zuletzt revidiert:


Was ist eine Hyperglykämie?

Hyperglykämie ist ein zu hoher Blutzuckerspiegel. Die häufigsten Symptome sind Müdigkeit und Erschöpfung, häufiger Harndrang, Durst, körperliche Abgeschlagenheit, häufige Infektionen, schlechte Wundheilung sowie Juckreiz und Brennen im Genitalbereich. Nicht alle Symptome treten dabei bei allen Betroffenen auf. Manche Betroffene zeigen keine Symptome, während bei anderen alle Symptome auftreten. Ein anhaltend hoher Blutzuckerspiegel erhöht das Risiko von Spätfolgen.

Ein erheblich erhöhter Blutzuckerspiegel, der sich über ein paar Tage entwickelt, kann zu einem akuten, lebensbedrohlichen Zustand führen. Ein solcher Zustand tritt bei Typ-2-Diabetes aber sehr selten auf.

Wer bekommt Hyperglykämie?

Insbesondere Patient*innen, deren Diabetes nicht behandelt wird, leiden unter einem zu hohen Blutzuckerspiegel. Außerdem können viele weitere Faktoren wie Infekte bei Betroffenen mit Diabetes eine Hyperglykämie auslösen. Die Diagnose wird aufgrund der Messung von erhöhten Blutzuckerwerten (Hyperglykämie) gestellt.

Hyperglykämie kommt bei Patient*innen mit Typ-1-Diabetes viel häufiger vor als bei Menschen mit Typ-2-Diabetes. Weitere Informationen finden Sie im Artikel Typ-1-Diabetes, hoher Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie).

Ursachen

Hyperglykämie entsteht oft durch eine schlechte Blutzuckerkontrolle. Infektionen sind außerdem häufige Auslöser für einen hyperglykämischen Zustand. Während einer Infektion steigt der Insulinbedarf. Patient*innen, die Insulin spritzen, sollten die Dosis während der Infektion erhöhen, geschieht dies nicht, kann es zu einer Hyperglykämie kommen. Weitere Ursachen können andere Krankheiten oder Stress in Kombination mit einem Therapieversagen sein.

Hyperglykämisches Diabeteskoma ohne Veränderungen des Säuregrads

Das sog. hyperglykämische hyperosmolare Syndrom ohne Veränderungen des Säuregrads im Blut tritt am häufigsten bei älteren Patient*innen über 70 Jahren mit Typ-2-Diabetes auf. Die Erkrankung kommt allerdings insgesamt verhältnismäßig selten vor. Das hyperosmolare Diabeteskoma entwickelt sich oft langsam. Es kommt zunehmend zu Erschöpfung, Bewusstseinsstörungen und Zeichen von Austrocknung. Der auslösende Faktor des ist häufig eine Infektion oder eine andere Erkrankung wie ein Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die Erkrankung kann aber auch durch hohe Dosen harntreibender Medikamente, Glukokortikoide und große Mengen an zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken hervorgerufen werden. Der Blutzucker liegt in der Regel über 600 mg/dl (33,3 mmol/l).

Therapie

Ein hyperglykämisches Diabeteskoma wird im Krankenhaus behandelt. Sie erhalten unter kontrollierten Bedingungen Flüssigkeit und evtl. Elektrolyte. Zur Senkung des Blutzuckerspiegels wird Insulin gegeben.

Hyperglykämie vorbeugen

Sie können der Erkrankung mit einer guten und regelmäßigen Blutzuckerkontrolle am besten vorbeugen. Indem Sie den Blutzuckerspiegel regelmäßig selbst messen, können Sie den Zustand gut kontrollieren. Steigt der Blutzuckerspiegel, ohne dass Sie ihn senken können, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Weitere Informationen

Autor*innen

  • Hannah Brand, Dr. med., Ärztin Berlin
  • Marie-Christine Fritzsche, Ärztin, Freiburg

Quellen

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Typ-2-Diabetes. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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