Osteoporose, Untersuchungen

Zur Diagnose einer Osteoporose wird bei entsprechendem Verdacht eine Knochendichtemessung durchgeführt. Darüber hinaus können Röntgenuntersuchungen zum Nachweis von Brüchen und Blutuntersuchungen zum Ausschluss von Grunderkrankungen wichtig sein.

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Als Osteoporose bezeichnet man den Rückgang der Knochenmasse, welcher sich schleichend entwickelt und das Risiko für Knochenbrüche erhöht. In vielen Fällen wird eine Osteoporose erst diagnostiziert, wenn bereits Brüche aufgetreten sind. 

Bei Verdacht auf eine Osteoporose können die folgenden Untersuchungen durchgeführt werden, wobei für die Diagnosestellung die Knochendichtemessung entscheidend ist. Wichtige Hinweise sind Frakturen in Folge von leichten Stürzen oder Stößen (pathologische oder Niedrig-Energie-Frakturen), welche üblicherweise nicht zu Knochenbrüchen führen, Untergewicht und die Einnahme von Osteoporose-fördernden Medikamenten wie Kortison. Ein allgemeines Screening auf Osteoporose, auch bei Patienten ohne erhöhtes Erkrankungsrisiko, wird in Deutschland derzeit nicht durchgeführt.

Blutuntersuchungen

Es gibt keine Blutuntersuchungen, die eine Osteoporose nachweisen können. Trotzdem werden Untersuchungen durchgeführt, um andere Grunderkrankungen als Ursache der Osteoporose auszuschließen oder zu bestätigen. Das Blut wird hinsichtlich Hämoglobin (Blutbild), Blutsenkung, Kalzium, Phosphat, Eisen, Vitamin D, Stoffwechsel- und Parathormone und möglicherweise auf Geschlechtshormone untersucht. Zudem wirde die Leber- und Nierenfunktion überprüft. 

Röntgenuntersuchungen

Röntgenbilder sind nicht besonders gut geeignet, um eine Osteoporose nachzuweisen oder die Knochendichte zu bewerten, da sie nur einen kleinen Ausschnitt des Skeletts abbilden. Man nutzt diese Methode in erster Linie, wenn der Verdacht auf einen Knochenbruch besteht. Hinweise können ein Sturz, Rückenschmerzen und Fehlstellungen im Rücken, Größenverlust oder Schmerzen und Schwellungen an anderen Körperstellen ab.

Bei den meisten Patienten genügt eine normale Röntgenuntersuchung. In bestimmten Fällen kann jedoch eine Computertomografie oder eine Magnetresonanztomografie notwendig sein.

Knochendichtemessung

Bei einer Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) misst man die Dichte der Knochenmineralien des Skeletts, insbesondere den Kalziumwert. Sie ist die wichtigste Untersuchungsmethode zur Diagnose einer Osteoporose. Bei der Messung kommen verschiedene Röntgentechniken zur Anwendung. Die am häufigsten angewandte Technik ist die sogenannte DXA-Methode (Dual-Energy X-Ray Absorptiometry), bei der eine Messung in den Hüften und der Lendenwirbelsäule erfolgt. Die Ergebnisse werden oft als T-Score ausgewiesen (Abweichung der Knochendichte gegenüber jungen Erwachsenen). Der Messwert wird mit einem durchschnittlichen Spitzenwert für das gleiche Geschlecht verglichen und als statistische Standardabweichung angegeben. Den Maximalwert der Knochendichte erreicht ein Mensch im Durchschnittsalter von 30 Jahren. Ein T-Score, der gleich oder kleiner als -2,5 ist, wird als Osteoporose definiert. Wenn der Patient außerdem eine bekannte Niedrig-Energie-Fraktur hat, bezeichnet man den Zustand als manifeste Osteoporose.

Die DXA-Methode ist die sicherste Methode für den Nachweis einer Osteoporose. Die Knochendichtemessung erlaubt auch eine Einschätzung der Wahrscheinlichkeit für spätere Frakturen. So kann sie dabei helfen, zu entscheiden, ob eine medikamentöse Behandlung sinnvoll ist. Ergänzend kann in einigen Fällen eine vertebrale Frakturanalyse (VFA) durchgeführt werden, welche Lendenwirbelkörberfrakturen nachweisen kann.

Weitere, selten angewandte Methoden sind die quantitative Ultraschalluntersuchung, und die quantitative Computertomografie. Letztere ist mit einer erhöhten Strahlenbelastung verbunden, weshalb sie nicht empfohlen wird. 

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Weitere Informationen

Illustrationen

  • Osteoporotische Frakturen

Autoren

  • Dietrich August, Dr. med., Arzt, Freiburg im Breisgau

Literatur

Dieser Artikel basiert auf dem Fachartikel Osteoporose. Nachfolgend finden Sie die Literaturliste aus diesem Dokument.

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