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Metabolische Azidose

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Definition:
Abfall des pH-Wertes durch Akkumulation von Säuren oder Verlust bzw. fehlende Bildung von Bikarbonat. 
Häufigkeit:
Häufige Grunderkrankungen sind Diabetes mellitus und Niereninsuffizienz.
Symptome:
Bestimmt vor allem durch die Grunderkrankung.
Befunde:
Kußmaul-Atmung bezeichnet ungewöhnlich tiefe Atemzüge zur respiratorischen Kompensation der Azidose.
Diagnostik:
Beurteilung des Säure-Basen-Haushaltes mit Feststellung der metabolischen Azidose durch arterielle Blutgasanalyse. Weitere Kategorisierung durch Berechnung der Anionenlücke.
Therapie:
Im Vordergrund steht bei der akuten metabolischen Azidose die Behandlung der Grunderkrankung und intensivmedizinische Maßnahmen, i.v.-Gabe von Bikarbonat sollte vermieden werden. Bei der metabolischen Azidose im Rahmen einer chronischen Niereninsuffizienz orale Verabreichung von Bikarbonat.
  • Michael Handke, Prof. Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin, Freiburg i.Br.
  • Johan Hulting, Dozent und Oberarzt, MIVA, Südkrankenhaus, Stockholm
  • Terje Johannessen, Professor für Allgemeinmedizin, Institutt for samfunnsmedisinske fag, Technisch-naturwissenschaftliche Universität Norwegens, Trondheim