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Respiratorische Azidose

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Definition:
Eine respiratorische Azidose ist gekennzeichnet durch den Abfall des pH-Wertes bei primärem Anstieg des CO2-Partialdrucks. Abhängig von der Grunderkrankung kann sie akut auftreten oder chronisch vorliegen.
Häufigkeit:
Chronische respiratorische Azidose ist am häufigsten bei Patienten mit schwerer chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD).
Symptome:
Bei akuter respiratorischer Azidose Dyspnoe, Kopfschmerzen, Verwirrtheit; bei chronischer Azidose Leistungsminderung, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen.
Befunde:
Flache Atmung, motorische Unruhe, Herzrhythmusstörungen, Papillenödem.
Diagnostik:
Arterielle Blutgasanalyse: pH-Wert ≤ 7,35, pCO2 > 45 mmHg. Bei akuter Azidose nur geringe Erhöhung des Bikarbonats, bei chronischer Azidose Bikarbonat kompensatorisch erhöht.
Therapie:
Behandlung der Grunderkrankung. Nichtinvasive Beatmung, ggf. auch Intubation und mechanische Beatmung.
  • Michael Handke, Prof. Dr. med., Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Intensivmedizin, Freiburg i. Br.
  • Terje Johannessen, professor i allmennmedisin, Institutt for samfunnsmedisinske fag, Norges teknisk-naturvitenskapelige universitet, Trondheim
  • Johan Hulting, docent och överläkare, MIVA, Södersjukhuset, Stockholm
  • Lars S. Rasmussen, overlæge, Anæstesi- og Operationsklinikken, Rigshospitalet