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Hitzeschäden

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Definition:
Der Begriff wird für verschiedene Störungen von der passageren Hitzeermüdung bis hin zum potenziell tödlichen Hitzschlag verwendet. Durch intensive Sonneneinstrahlung, hohe Luftfeuchtigkeit und starke körperliche Aktivität erhöht sich das Risiko eines Hitzeschadens.
Häufigkeit:
Die Inzidenz ist klimaabhängig. Besonders viele Fälle treten bei Außentemperaturen über 35 °C auf. Hitzewellen können zu „Epidemien“ führen.
Symptome:
Eine Überhitzung ist durch Schwindel, Durst, Schwäche, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Reizbarkeit und Koordinationsstörungen gekennzeichnet. Das erste Anzeichen eines Hitzschlages ist häufig bereits die Ohnmacht. Ein Hitzschlag kann plötzlich auftreten, entwickelt sich meist jedoch über mehrere Tage.
Befunde:
Eine Hyperthermie ist als eine rektal gemessene Kerntemperatur über 37 °C definiert, ein Hitzschlag geht in der Regel mit einer Körpertemperatur über 40 °C und einer zerebralen Dysfunktion einher.
Diagnostik:
Kerntemperatur, Puls und Blutdruck sollten regelmäßig überprüft werden. Als Zusatzuntersuchungen können Blutuntersuchungen, EKG, Röntgenthorax und Schädel-CT indiziert sein.
Therapie:
Sofortige und effiziente Kühlung auf eine Kerntemperatur unter 40 °C. Ggf. Rehydrierung und Korrektur von Elektrolytstörungen. Entsprechende Maßnahmen sind so schnell wie möglich einzuleiten. Der Hitzschlag geht mit einer Letalität von bis zu 10 % einher, bei frühzeitiger Diagnose und angemessener Behandlung liegt die Überlebensrate jedoch bei nahezu 100 %.
  • Thomas M. Heim, Dr. med., Wissenschaftsjournalist, Freiburg