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Histaminintoleranz

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Definition:
Unspezifische Symptome nach Aufnahme von Nahrungsmitteln mit hohem Gehalt an biogenen Aminen oder Histamin.
Häufigkeit:
Unklar.
Symptome:
Unterschiedliche Reaktionen: Periorale Schwellungen, brennendes Gefühl im Oropharynx, Flush, Urtikaria, Juckreiz, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Meteorismus, nasale Obstruktion, Fließschnupfen, Schwindel und Kopfschmerzen bis hin zu Hypotonie, Arrhythmien, und Asthmaanfällen sind beschrieben.
Befunde:
Evtl. diffuses Erythem, konjunktivale Injektion, bis hin zu Tachykardie, Bronchospasmus, Hypotonie, Angioödem, Urtikaria.
Diagnostik:
Die Diagnose erfolgt über den Ausschluss von Differenzialdiagnosen. Eine Ernährungsumstellung kann bei der Diagnosesicherung helfen.
Therapie:
Ernährungsberatung zur Vermeidung einer zu strengen Eliminationsdiät. Die Akutbehandlung kann in der Gabe von H1- oder H2-Antihistaminika bestehen. Bei milden Symptomen erfolgt keine medikamentöse Therapie.
  • Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie e. V. Vorgehen bei Verdacht auf Unverträglichkeit gegenüber oral aufgenommenem Histamin. AWMF-Leitlinie Nr. 061-030. S1, Stand 2021. www.awmf.org 
  1. Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie e.V. Vorgehen bei Verdacht auf Unverträglichkeit gegenüber oral aufgenommenem Histamin. AWMF-Leitlinie Nr.061 - 030, Stand 2021. www.awmf.org  
  2. Zopf Y, Baenkler H-W, Silbermann A, Hahn EG, Raithel M. Differentialdiagnose von Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Dtsch Arztebl Int 2009; 106(21): 359-70. doi:10.3238/arztebl.2009.0359 DOI  
  3. Mainz L et al. Die verschiedenen Gesichter der Histaminintoleranz. Dtsch Arztebl 2006; 103(51–52): A 3477–83. www.aerzteblatt.de  
  4. arznei-telegramm. Vom Niedergang der H2-Antagonisten. a-t 05/2020. www.arznei-telegramm.de  
  • Marlies Karsch-Völk, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, München