Paracetamolvergiftung

Zusammenfassung

  • Definition:Eine Überdosis Paracetamol verursacht zunächst wenige oder keine Symptome/Anzeichen, erstmaliges Auftreten 10–20 Stunden nach der Einnahme.
  • Häufigkeit:Paracetamolvergiftungen kommen relativ häufig vor.
  • Symptome:In den ersten 24 Stunden ergeben sich oft unspezifische Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Blässe und Lethargie, evtl. auch gar keine Symptome.
  • Befunde:Unbehandelt besteht die Gefahr akuten (fulminanten) Leberversagens mit Gerinnungsstörungen, Enzephalopathie, Hypoglykämie, Kreislaufversagen und Nierenfunktionsstörung.
  • Diagnostik:Messung des Serum-Paracetamols und Leberfunktionstests.
  • Therapie:Therapiert wird mit parenteral verabreichter N-Acetylcystein-Inhalationslösung.

Allgemeine Informationen

Definition

  • Überdosierung von Paracetamol (Acetaminophen). Paracetamolvergiftungen kommen relativ häufig vor.
  • Die Häufigkeit der Einnahme von Paracetamol in suizidaler Absicht nimmt ab.1 
  • Bei Überdosierung entsteht eine relativ größere Menge des toxischen Metaboliten N-Acetyl-p-benzochinonimin, der zu Leberzellschädigungen führt.1-4
    • Therapeutische Dosen führen nicht zu Leberschäden bei Kindern (Ia).5
  • Die Toxizität kann leicht unterschätzt werden.
    • Die Symptome sind zu Beginn oft nur gering ausgeprägt und treten meist spät bis zu 24 Stunden nach Einnahme auf.2,4,6-7
    • Wegen der schwierigen Einschätzbarkeit der Klinik soll bei entsprechender Anamnese immer ein Serumspiegel bestimmt werden.7

Diagnostik

Therapie

Verlauf, Komplikationen und Prognose