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Sexualisierte Gewalt

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Definition:
Sexualisierte Gewalt ist ein Oberbegriff, der ein breites Spektrum von sexuellen Handlungen abdeckt, die gegen den Willen einer Person verstoßen.
Häufigkeit:
In einer aktuellen deutschen Studie berichteten 5 % der befragten Jugendlichen, 1,2 % der Frauen und 0,6 % der Männer über irgendeine Form sexueller Gewalterfahrungen in den letzten 12 Monaten.
Symptome:
Die Symptome variieren je nach dem, wie viel Zeit seit den Übergriffen vergangen ist, und abhängig von den individuellen Umständen. Akute Belastungsreaktionen sind normal. Die Schwere der Verletzungen und Schädigungen variiert.
Befunde:
Eine medizinische und rechtsmedizinische Untersuchung (medizinische Untersuchung mit Spurensicherung) ist angezeigt, wenn die betroffene Person dies wünscht. In der Regel ist die Voraussetzung für eine rechtsmedizinische Untersuchung, dass die Tat zur Anzeige gebracht wird.
Diagnostik:
Proben sollten im Hinblick auf HIV, Syphilis, Hepatitis, Chlamydien, Mykoplasmen und Gonorrhoe entnommen werden, eine Schwangerschaft sollte ausgeschlossen werden. Drogentests und Spurensicherung im Rahmen der rechtsmedizinischen Untersuchung.
Therapie:
Behandlung von Verletzungen und sexuell übertragbaren Krankheiten, Vorbeugen einer potenziellen Schwangerschaft. Die Betroffenen sollten juristische Beratung sowie psychosoziale Beratung und Unterstützung erhalten.
  • Thomas M. Heim, Dr. med., Wissenschaftsjournalist, Freiburg
  • Julia Trifyllis, Dr. med., Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Münster/W.
  • Helle M. F. Nesvold, overlege phd, Overgrepsmottaket, Helseetaten/Legevakten Oslo kommune
  • Grethe Johnsen, psykolog ph.d, Nasjonalt kompetansesenter legevaktmedisin
  • Berit Schei, professor, Institutt for samfunnsmedisinske fag, Norges teknisk-naturvitenskapelige universitet, Trondheim