Zum Hauptinhalt springen

Angina pectoris

Zuletzt überarbeitet:



Hintergrund

  • Angina pectoris äußert sich als anfallsartiger Schmerz in der Brust und wird durch eine Verengung der Herzkranzgefäße (Koronararterien) des Herzens hervorgerufen, was bei Anstrengung zu einer unzureichenden Versorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff und Nährstoffen führt.
  • Sie wird für gewöhnlich durch körperliche Anstrengung ausgelöst und kann durch Ruhe gelindert werden. Generell kann eine Angina pectoris jedoch durch jede Situation hervorgerufen werden, die zu einer erhöhten Aktivität des Herzens führt, also auch durch sehr starke Gefühls- oder Erregungszustände.
  • Bei der Angina pectoris handelt es sich also um einen vorübergehenden Zustand, der von Brustschmerz geprägt ist.

Typische Beschwerden

  • Schmerz in der Brust, der mitunter in den Kiefer und/oder die Arme ausstrahlt
  • Druck oder Brennen in der Brust
  • Schmerz, der bei Ruhe gelindert wird
  • Atemnot
  • Angst

Erste Hilfe

  • Ruhe
    • Sorgen Sie dafür, dass sich der Patient setzt und ruhig durchatmet.
  • Medikamente
    • Helfen Sie dem Patienten gegebenenfalls dabei, sein Herzmedikament herauszuholen.
    • Helfen Sie ihm bei der Einnahme des Medikaments, z. B. Nitroglycerin.
  • Ärztliche Hilfe
    • Raten Sie dem Patienten, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, falls der Patient auch nach dem Abklingen des Anginaanfalls weiterhin ängstlich ist.
  • Falls der Schmerz nicht abklingt
    • In diesem Fall muss ein Herzinfarkt in Betracht gezogen werden. Wählen Sie im Zweifel den Notruf 112.
    • Verliert der Patient das Bewusstsein, sorgen Sie dafür, dass die Atemwege frei sind, und überprüfen Sie die Atmung. Atmet der Patient selbstständig, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage. Bereiten Sie sich darauf vor, bei Bedarf die Wiederbelebung einzuleiten.

Weiterführende Informationen

Autoren

  • Dietrich August, Arzt, Freiburg im Breisgau