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Verbrennungen im Gesicht und am Kopf

Brandverletzungen im Gesicht sowie in Mund und Hals stellen eine besondere Gefahr dar, da die Atemwege der Betroffenen aufgrund der Verbrennungen rasch anschwellen können und die Atmung dadurch stark erschwert wird.

Zuletzt überarbeitet:



Was ist zu tun?

  • Bei Verbrennungen in Mund und Hals sind üblicherweise äußere Zeichen einer Verbrennung zu erkennen, z. B. Ruß rund um den Mund.
  • Bei solchen Verletzungen ist sofortige ärztliche Hilfe lebenswichtig!

Symptome und Hinweise

  • Starke Schmerzen in Mund und Hals und am Kopf
  • Atembeschwerden/-geräusche
  • Verletzte Haut und/oder Ruß um den Mund
  • Möglicherweise Ausbildung eines Schockzustands

Erste-Hilfe-Maßnahmen

  1. Verständigen Sie sofort den notärztlichen Dienst unter 112.
    • Erklären Sie, dass Sie bei der verletzten Person Verbrennungen der Atemwege vermuten und dass Atembeschwerden vorliegen.
  2. Erleichtern Sie die Luftzufuhr.
    • Versuchen Sie die Luftzufuhr der verletzten Person zu verbessern. Lösen Sie z. B. eng sitzende Kleidung um den Hals, entfernen Sie eingebrannte Stoffe jedoch nicht aus der Haut.
  3. Behandeln Sie, wenn nötig, den Schock.
  4. Falls die verletzte Person bewusstlos ist:
    • Kontrollieren Sie, ob die Person atmet.
    • Wenn die verletzte Person atmet, bringen Sie sie in die stabile Seitenlage.
    • Bereiten Sie sich gegebenenfalls auf Wiederbelebungsmaßnahmen (Kinder/Erwachsene) vor.

Verbrennungen am Kopf

  • Stoppen Sie die Verbrennung und entfernen Sie den brennenden oder verkohlten Stoff.
  • Kühlen Sie den verbrannten Bereich mit lauwarmem Wasser.
  • Zum Schutz vor Unterkühlung sollten Personen mit großflächigen Verbrennungen, Bewusstlose und Kleinkinder nicht gekühlt werden.
  • Wenn sich die Verbrennung in der Nähe des Halses, der Nase oder des Mundes befindet, bereiten Sie sich auf Wiederbelebungsmaßnahmen (Kinder/Erwachsene) vor.
  • Wenn möglich, tragen Sie Einmalhandschuhe. Decken Sie die Wunde steril und trocken ab, lassen Sie sie aber ansonsten möglichst in Ruhe, bis ärztliche Hilfe eintrifft.

Weitere Informationen

Autor*innen

  • Markus Plank, MSc BSc, Medizin- und Wissenschaftsjournalist, Wien