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Kontrazeption, Methodenwahl

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Die richtige Wahl der Empfängnisverhütung ist wichtig, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern.
 
Neben dem Patientenwunsch kann es auch medizinische Gründe für eine sichere Empfängnisverhütung geben, z. B. chronische Erkrankungen oder teratogene Medikamente.
 
Bei der Wahl der Empfängnisverhütung ist eine gründliche Anamnese wichtig, insbesondere in Bezug auf allgemeine und gynäkologische Vorerkrankungen, Risikofaktoren für arterielle und venöse Thromboembolien und Medikamenteneinnahmen.
 
Es sollten Gewicht, Größe und BMI ermittelt sowie der Blutdruck gemessen werden. Ein Pap-Abstrich und Tests auf sexuell übertragbare Krankheiten werden bei Indikation durchgeführt. Menstruationsstörungen und unklare vaginale Blutungen sollten abgeklärt werden.
 
Es kommen hormonelle Verhütungsmittel (kombinierte hormonelle Kontrazeptiva mit Estradiol- und Gestagenkomponenten oder Gestagen-Monopräparate) oder nichthormonelle Verhütungsmethoden (Kupferspirale, Barrieremethoden wie z. B. Kondome oder natürliche Familienplanung) infrage.
 
Bei den hormonellen Kontrazeptiva gibt es verschiedene Applikationsformen, z. B. oral, Pflaster, Injektion, Vaginalring, Implantat oder Spirale.
  • Anneke Damberg, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, Berlin
  • Marlies Karsch-Völk, Dr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin, München